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Andre
Baumann

Wahlkreis Schwetzingen

Mein Wahlkreis…

… ist geprägt von Rhein und Neckar und voller Vielfalt: Fruchtbare Böden des Neckarschwemmkegels wechseln sich mit trockensten Sanddünengebieten oder nassen Auengebieten des Rheins ab. In Altlußheim, Brühl, Eppelheim, Ketsch, Hockenheim, Neulußheim, Oftersheim, Plankstadt, Reilingen und Schwetzingen lässt es sich sehr gut leben. Das liegt vielleicht auch am fast mediterranen Klima, einer brummenden Wirtschaft und vielen Naturperlen in den Rheinauen oder in den Dünengebieten. Uns Kurpfälzerinnen und Kurpfälzern liegt Weltoffenheit und Lebensfreude  im Blut. Diese hohe Lebensqualität gilt es zu erhalten und zu mehren: durch sichere Arbeitsplätze, lebendige und vielfältige Naherholungsgebiete in den (ehemaligen) Rheinauen und Hardtwäldern etc. Die Lage in der Boom-Region bringt auch Herausforderungen mit sich: Ein sehr dichtes Netz an Straßen und Schienen bringt Lärm in viele Ecken, Siedlungen wachsen in die Freiflächen und durch den Klimawandel nehmen Sommertrockenheit und Hitze zu. Wir brauchen mehr Grün und grüne Ideen für eine Stadtentwicklung der Zukunft, nachhaltige Wirtschaftspolitik und eine neue Mobilität.

Meine Leidenschaft…

… ist zu erhalten, was uns erhält. Ich bin von klein auf naturbegeistert und seit meinem Abitur lebe ich für den Natur- und Umweltschutz: früher beim NABU Schwetzingen und beim NABU-Bezirksverband Rhein-Neckar-Odenwald, danach als NABU-Landesvorsitzender und später als Staatssekretär des baden-württembergischen Ministeriums für Umwelt, Energie und Klimaschutz. Aktuell bin ich Bevollmächtigter des Landes beim Bund. Ich vertrete unser Land gegenüber der Bundesebene und in Berlin. Ich bin auch leidenschaftlicher Kurpfälzer. Darum bin ich sehr dankbar und voller Tatendrang, dass ich als Abgeordneter meine Heimat voranbringen und in Stuttgart vertreten darf. Ich möchte für alle Menschen da sein, natürlich auch für die, die mich nicht gewählt haben. 

Mein politischer Kompass…

… ist ausgerichtet an der Nachhaltigkeit, an einer Balance von Ökologie, Ökonomie und sozialen Belangen. Es geht mir um Gerechtigkeit für diese und zukünftige Generationen. Wir können und müssen es schaffen, dass Klimaschutz mit den Menschen und mit der Wirtschaft gelingt. Die dafür notwendige Transformation unserer Wirtschaft ist ökonomisch und ökologisch sinnvoll. Es geht auch um Arbeitsplätze und die Sicherung unseres Wohlstands. Für mich ist das „und“ wichtig, das Verbindende, hier und in anderen Bereichen. Und weil mir das Verbindende wichtig ist, weiß ich, wie wichtig eine gute Beteiligung von Bürger*innen ist. Darum setze ich mich für die Politik des Gehörtwerdens ein. Ein offenes Ohr zu haben, heißt für mich: Haben Sie Fragen oder Vorschläge? Bitte melden Sie sich!

Ich setze mich auch für eine offene Gesellschaft ein, in der jede*r sich frei entfalten kann. Aber zu einer offenen Gesellschaft gehört auch, dass diese gegen Kräfte verteidigt wird, die die offene Gesellschaft gefährden oder abschaffen möchten. Das heißt: Klare Kante gegen Rechts oder Extremist*innen; keine Toleranz gegenüber denjenigen, die intolerant sind. Der britische Philosoph Karl Popper bezeichnet des als Paradoxon der Toleranz. Am Ende heißt das auch: Wir brauchen eine bürgernahe, starke Polizei, die unsere Freiheit verteidigt…

Einen Kompass zu haben, ist sehr wichtig. Aber der beste Kompass ist überflüssig, wenn man ihn nicht nutzt, nicht aufbricht! Darum gilt es zu handeln, die Welt im Großen wie im Kleinen zu verändern. Kompromisse und Umwege sind dabei manchmal notwendig, aber wichtig ist, den Kurs zu halten – um das Ziel zu erreichen.

 

Dr. Andre Baumann wurde 1973 in Heidelberg geboren, ist in Schwetzingen aufgewachsen und lebt dort mit seiner Familie. In der Kurpfalz ist er verwurzelt. Seit Februar 2020 ist Baumann Staatssekretär des Staatsministeriums und Bevollmächtigter der Landes beim Bund. Er leitet die baden-württembergische Landesvertretung in Berlin. Sprich: Er vertritt in Berlin den Ministerpräsidenten gegenüber der Bundesregierung, anderen Ländern und ist Ansprechpartner für Bundesratsangelegenheiten der Landesregierung. Am 14. März wurde er mit 31,1 % zum Direktabgeordneten des Wahlkreises Schwetzingen (40) gewählt.

Umweltministerium Baden-Württemberg

Im Mai 2016 wurde Baumann zum Staatssekretär des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft berufen. Vier Jahre stand er mit Umweltminister Franz Untersteller an der Spitze der baden-württembergischen Umweltverwaltung. Auf der Agenda standen die Novelle der Klimaschutzgesetzes, der Nationalparkplan, die Entwicklung des Biodiversitätsstärkungsgesetzes, das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt, die Sprengung der Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg, die Renaturierung vieler Gewässer, Ressourcenschutz, Ausbau der Erneuerbaren und und und. 

Vielfältiges Engagement beim NABU

Ab seinem Zivildienst 1993 bis 2016 war Baumann beim NABU aktiv. Zuerst als Zivildienstleistender am Niederrhein bei einer der Naturschutzstation Kranenburg. 1995 war er Gründungsvorsitzender der NABU-Gruppe Schwetzingen und des heutigen NABU-Bezirksverbands Rhein-Neckar-Odenwald. Über viele Jahre war er ehrenamtlicher Vorsitzender beider NABU-Gliederungen – bis er 2007 zum hauptamtlichen Landesvorsitzenden des NABU-Landesverbands Baden-Württemberg gewählt wurde. Dieses Amt im mitgliederstärksten Naturschutzverbands des Landes übte er 9 Jahre aus. Baumann ist Mitglied in vielen Naturschutzvereinen: BUND, Schwäbischer Albverein, Naturfreunde, Komitee gegen den Vogelmord und NABU.

Wissenschaft und Forschung

Baumann hat in Marburg parallel Biologie mit den Schwerpunkten Naturschutz, Ökologie und Botanik und Rechtswissenschaften (nicht abgeschlossen) studiert. Nach seinem Studium schloss sich ein Promotionsstudium an der Universität Regensburg am Institut für Ökologie und Naturschutzbiologie an. In einem DFG-Graduiertenkolleg forschte Baumann zur Geschichte und Ökologie von durch Schäferei entstandenen Wacholderheiden im Oberpfälzer Jura. Er konnte feststellen, dass die Kulturlandschaft der Wacholderheiden seit der Bronzezeit durchgehend existiert. Am Institut für Agrarökologie und Biodiversität Mannheim hat Baumann zuletzt als stellvertretender Leiter daran gearbeitet, wie Landwirtschaft und Naturschutz Hand in Hand gehen können. Über mehrere Jahre war Baumann Lehrbeauftragter für Naturschutz an der Hochschule für Forstwissenschaften in Rottenburg am Neckar.