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Norbert
Knopf

Wahlkreis Wiesloch

Mein Wahlkreis…

…ist Wiesloch und Umgebung. Der Wahlkreis umfasst 10 Gemeinden und liegt am Rande des Kraichgaus und der Rheinebene. Somit habe ich sehr vielfältige Gemeinden in meinem Wahlkreis. In der Landwirtschaft spielt der Weinbau eine wichtige Rolle mit langer Tradition. Aber auch Kies- und Tongruben sind hier (noch) vertreten sowie der Bergbau und der Zementabbau. Mit SAP ist einer der ganz großen Player im IT-Bereich in meinem Wahlkreis beheimatet. Aber auch das Thema Verkehr ist hier ein Dauerbrenner, schließlich ist die Region durch Autobahnen und Schienenstecken erschlossen.

Meine Leidenschaft…

Schon immer wollte ich die Welt verstehen. Daher bin ich stets auf der Suche nach den Dingen, die die Welt bewegen. Bereits in frühen Jahren interessierten mich die Naturwissenschaften, ich wollte wissen, wie Stoffe entstehen aber auch, wie Menschen zusammenleben und sich organisieren. Daher habe ich nach dem Chemiestudium auch noch Sozialpädagogik studiert. Heute möchte ich wissen, wie man das Zusammenleben gestalten kann. Daher hat es mich vor über zehn Jahren in die Politik verschlagen. Zunächst auf kommunaler Ebene. Seit 2014 bin ich im Gemeinderat von St. Leon-Rot aktiv und nun seit 2021 im Landtag von Baden-Württemberg.

Mein politischer Kompass… 

…sind die Ideale der französischen Revolution. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Jedoch sind diese Ideale kein Freibrief. Sie lösen eine Verantwortung bei uns aus. Die Freiheit endet dort wo sie andere einschränkt und gefährdet. Gleichheit heißt nicht, dass es nicht auch Unterschiede geben darf. Und die Brüderlichkeit bedeutet nicht, dass man sich selbst aufopfern muss. Daher ist es für mich wichtig einen Ausgleich zwischen den Positionen zu schaffen und einen Platz in der Mitte zu finden. Ohne, dass dieser Platz immer genau in der Mitte verortet sein muss. Er darf ruhig auch mal ein wenig davon abweichen.

Vor meinem Eintritt in den Landtag habe ich über 25 Jahre bei der AOK gearbeitet. Ich bin verheiratet und habe zwei schulpflichtige Kinder. Aufgewachsen bin ich in Mannheim. Dort habe ich auch mein Abitur gemacht. Nach der Bundeswehr hat es mich zum Studium der Chemie nach Heidelberg verschlagen. Nach dem Diplom waren die Berufsaussichten für Chemiker zur damaligen Zeit ungünstig. Daher habe ich ein duales Studium der Sozialpädagogik über die AOK in der Berufsakademie Villingen-Schwenningen gemacht. Den Menschen zu helfen eigenständig zu werden und ihre Probleme zu lösen und gut im Leben zurecht zu kommen war hierbei ein Hauptantrieb.

In der Arbeit in der Krankenkasse habe ich zunächst im Bereich der Prävention des Schlaganfalls und der Suchtprävention gearbeitet. Mit der Zeit bin ich über den Bereich der Rehabilitation immer stärker zur Versorgung von Menschen im Krankenhaus gekommen. Als Leiter der Krankenhausabrechnung verwaltet man nicht nur sehr große Summen an Geld, man hat auch über lebensbedrohliche Einzelfälle und neue Therapien zu entscheiden. Hierbei war es für mich immer wichtig, auch den einzelnen Menschen im Blick zu haben. Medizinischer Fortschritt ist segensreich, wenn er eingebettet ist in ein klares Forschungskonzept. Neue Therapien müssen eng begleitet werden und die Daten müssen sorgfältig analysiert werden. Nicht jede Neuerung wird auch ein Erfolg. Dieser kritische Blick auf Entwicklungen in unserer Umwelt hat mich dann auch immer mehr zur Politik getrieben. Der Slogan "wir haben die Erde von unseren Kindern nur geliehen" hat mich schon immer berührt. Leider ist schon seit vielen Jahren der Umgang mit unseren Ressourcen nicht nachhaltig. Ein immer mehr an Naturzerstörung für Straßen und Konsum ist für die Erde nicht mehr vertretbar. Daher müssen wir umsteuern. Im Jahr 2011 habe ich deswegen in St. Leon-Rot den grünen Ortsverband mitgegründet. Im Jahr 2014 bin ich dann in den Gemeinderat gewählt und 2019 wiedergewählt worden. Den Blick über die kommunale Ebene habe ich 2017 gewagt, als ich Kreisschatzmeister des Kreisverbandes Kurpfalz-Hardt und in den Landesfinanzrat der Grünen für Baden-Württemberg gewählt wurde. Der Wunsch mehr zu verändern und somit unsere Lebensgrundlage zu bewahren war dann auch der Antrieb für mich, für den Landtag zu kandidieren.