Umwelt und Naturschutz

Naturschutz und Landwirtschaft dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.

Nach Einschätzung des Agrarministers Peter Hauk muss angesichts zunehmender Wetterextreme der Natur- und Artenschutz neu bewertet werden. Das Reinigen und die Pflege von Bächen sowie Entwässerungsgräben dürfe beispielsweise nicht an Naturschutzvorgaben scheitern, sagte der CDU-Politiker. Er forderte zudem eine Neubewertung des Bibermanagements. Dazu sagt sagt der Sprecher für Naturschutz, Markus Rösler:

„Es ist schon absurd, wenn der Agrarminister den Biber für das Hochwasser verantwortlich macht.

Die jüngsten Hochwasserereignisse haben uns die Verletzlichkeit unserer Landschaft vor Augen geführt. Ich rate dringend davon ab, die dramatischen Ereignisse zum Anlass zu nehmen, die Landwirtschaft und den Naturschutz gegeneinander ausspielen. Anstatt nach einfachen Erklärungen zu suchen, müssen wir die Ursachen ganzheitlich angehen.

Renaturierung von Gewässern und eine bodenschonende Landwirtschaft sind wissenschaftlich erwiesene Ansätze, um die Folgen von Starkregen abzumildern.

Biber leisten einen wertvollen Beitrag, indem sie auf natürliche Weise Überflutungsflächen schaffen - kostenlos und flächendeckend. Das schließt nicht aus, in Einzelfällen durch Biber verursachte Schäden oder Gefahren zu beseitigen. Eine Rolle rückwärts beim Artenschutz wäre ein fatales Signal.

Hauk täte gut daran, den eingeschlagenen Weg weiterzugehen und zu den gemeinsamen Zielen zu stehen - vom gemeinsam erarbeiteten Biodiversitätsgesetzes bis zur Gewässerrenaturierung.“