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Wetterextreme: Landwirtschaft braucht bessere Absicherung

Die bundesweite Erntebilanz zeigt deutliche Ertragseinbußen, besonders im Süden und in Baden-Württemberg. Die Grüne Landtagsfraktion setzt sich für bessere Absicherung durch Mehrgefahrenversicherungen und steuerliche Rücklagen für landwirtschaftliche Betriebe ein.

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Mit der bundesweiten Erntebilanz wird jedes Jahr die Entwicklung der landwirtschaftlichen Erträge in Deutschland bewertet und aufgezeigt, wie sich Witterung und Wetterextreme auf die Ernte und die wirtschaftliche Situation der landwirtschaftlichen Betriebe auswirken. Die diesjährige Bilanz macht dabei deutlich, wie stark insbesondere der Süden Deutschlands betroffen ist. Vor allem bei Grünland, Futterbau, Getreide und Mais verzeichnen viele Betriebe deutliche Ertragseinbußen. Für die betroffenen Landwirtinnen und Landwirte bedeutet das nicht nur eine schwierige Erntesituation, sondern zunehmend auch eine wirtschaftliche Belastung.

Wetterextreme treffen Betriebe im Süden besonders hart

Vor diesem Hintergrund geht es um die Frage, wie landwirtschaftliche Betriebe besser gegen die Folgen extremer Wetterereignisse abgesichert werden können. Im Mittelpunkt stehen dabei eine stärkere Unterstützung bei Mehrgefahrenversicherungen sowie bessere Möglichkeiten, in guten Jahren Rücklagen für schwierige Zeiten zu bilden. Unser Sprecher für Agrarpolitik, Martin Hahn, ordnet die aktuelle Lage und die politischen Konsequenzen ein:

"Der diesjährige Erntebericht zeigt deutlich: Der Süden gehört in diesem Jahr zu den Hauptbetroffenen, gerade in Baden-Württemberg trifft es viele Betriebe hart. Auf dem Grünland und im Futterbau fehlen Erträge, beim Getreide gibt es deutliche Einbußen und vielerorts ist der Mais kaum gewachsen oder hat nicht einmal Kolben ausgebildet. Das geht für unsere Landwirtinnen und Landwirte unmittelbar an die wirtschaftliche Substanz.

Deshalb ist es richtig, dass Bundeslandwirtschaftsminister Rainer die Absicherung der Betriebe stärken will. Gerade bei der Mehrgefahrenversicherung braucht es Unterstützung des Bundes. Baden-Württemberg hat diesen Weg bereits 2017 eingeschlagen und damit früh auf Vorsorge gesetzt. Denn eine bezahlbare Versicherung gegen Wetterextreme ist kein Almosen, sondern Hilfe zur Selbsthilfe: Sie gibt Betrieben die Möglichkeit, sich gegen Risiken abzusichern, die sie selbst nicht beeinflussen können.

Genauso wichtig ist es, landwirtschaftlichen Betrieben zu ermöglichen, in guten Jahren vernünftig Rücklagen für schlechte Jahre zu bilden. Deshalb unterstützen wir auch eine bessere steuerliche Gewinnglättung. Landwirtschaft denkt nicht von Quartal zu Quartal und unser Steuerrecht sollte das ebenfalls nicht tun. Für uns ist klar: Wir stehen an der Seite unserer Landwirtinnen und Landwirte. Wer regionale Lebensmittel und eine starke Landwirtschaft in Baden-Württemberg will, muss den Betrieben auch dann den Rücken stärken, wenn Wetterextreme ihre Ernten und ihre Existenzgrundlage bedrohen."

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