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Mehr bio-regionale Lebensmittel in Kantinen

Der Anteil an Bio-Lebensmitteln soll in landeseigenen Kantinen bis 2030 stufenweise auf 40 Prozent und der Anteil an regionalen Lebensmitteln auf 75 Prozent erhöhen werden.

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Das Ministerium für Ernährung, ländlicher Raum und Verbraucherschutz hat die Verwaltungsvorschrift Kantine veröffentlicht. Ziel ist, den Anteil an bio-regionalen Lebensmitteln bis 2030 stufenweise auf 40% und den Anteil an regionalen Lebensmitteln auf 75 Prozent in landeseigenen Kantinen erhöhen. Dazu sagt Ralf Nentwich, Sprecher für Ernährung der Fraktion Grüne:

„Das ist ein wichtiges Projekt der Landtagsfraktion Grüne. Gut, dass das zuständige Ministerium die Signale jetzt landesweit auf Grün gestellt hat! Derart nachhaltige Ansätze in der Fläche für die Verpflegung in unseren Kantinen sind im bundesweiten Vergleich einzigartig! Wir haben in den vergangenen Jahren über entsprechende Modellprojekte einiges dafür getan, damit sich das Verpflegungsangebot im Bereich Bio und Regional sowie entlang der Empfehlungen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung verbessert – die Kantinen gleichzeitig aber auch wirtschaftlich geführt werden können. Wichtig ist uns: Die Neuausrichtung soll sich für die bäuerlichen Familienbetriebe in Baden-Württemberg lohnen. Sie legen mit ihren regionalen und Bio-regionalen Lebensmitteln die Grundlage für das gesunde und leckere Menüangebot in unseren Kantinen. Die Kantinen wiederum garantieren eine stabile Abnahme von Bio-Kartoffeln, regional produzierten Möhren und Apfelsaft von heimischen Streuobstwiesen.“

„Die Initiative kommt zur richtigen Zeit! Wenn wir unser Biodiversitätsstärkungsgesetz umsetzen wollen, muss das Land Vorbild sein und den Weg in den Großküchenmarkt ebnen. Grundlage dafür ist die Kantinenrichtlinie. Eine wichtige Rolle spielen zudem unsere Bio-Musterregionen, die beim Aufbau der Wertschöpfungsketten eine sehr wertvolle Arbeit leisten.“

„Klar ist auch: Das war und ist kein einfacher Weg. Kantinen sind keine Spitzengastronomie und arbeiten in einem sehr engen finanziellen Korsett. Damit haben wir zu kämpfen, wenn es um mehr bio-regionale Verpflegung geht. Der Speiseplan muss umgestellt werden, Frischküche ist ein wichtiger Faktor. Die Küchenchefinnen und –Chefs und die Mitarbeiter müssen dahinterstehen und die Konzepte mit Engagement und Spaß an der Sache umsetzen. Die Kantinen machen sich jetzt mit voller Unterstützung vom Land auf den Weg. Wir werden sie eng begleiten."

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