Das baden-württembergische Grafeneck steht wie kaum ein anderer Ort für die „Euthanasie“-Verbrechen des Naziregimes. Ab 1939 wurden Kinder, Jugendliche und später unter der "Aktion T4" auch Erwachsene zwangsweise in Einrichtungen gebracht. Dort wurden sie im Rahmen des sogenannten „Euthanasieprogramms“, zur angeblichen Verbesserung des Erbgutes, ermordet. Ihre Geschichten und ihr Leid mahnen uns, Verantwortung zu übernehmen. Heute ist Grafeneck eine Gedenk- und Mahnstätte, die an die 10.654 Opfer erinnert und deutlich macht, wohin Ausgrenzung, Entmenschlichung und die Einteilung in „wertes“ und „unwertes“ Leben führen.
Grüne Fraktion fordert dauerhaften Erhalt der Gedenkstätte
Dass diese Erinnerung lebendig bleibt, ist keine Selbstverständlichkeit. Umso wichtiger ist das klare politische Bekenntnis zum dauerhaften Erhalt der Gedenkstätte. Unser Parlamentarischer Geschäftsführer Daniel Lede Abal betont:
“Grafeneck muss als Gedenk- und Mahnstätte dauerhaft erhalten bleiben. Wir sind es den Opfern schuldig. Heute mehr denn je.”
Gerade angesichts aktueller menschenverachtender Aussagen und Denkweisen zeigt sich, warum Orte wie Grafeneck unverzichtbar sind: Sie mahnen zur Verantwortung.