Land & Verbraucher:innen

Wir stärken die Landwirtschaft, schaffen Perspektiven für bäuerliche Betriebe und schützen gemeinsam mit den Landwirt:innen unsere Natur.

Windfrafträder auf einem Feld mit einem Traktor.

Regional, verlässlich, naturverbunden

Wir Grüne machen uns stark für eine nachhaltige, bäuerlich geprägte Landwirtschaft, für die wir verlässliche Perspektiven schaffen wollen. Sie soll gesunde Lebensmittel erzeugen, wirtschaftlich tragfähig sein, unsere Kulturlandschaft erhalten und Natur und Umwelt schützen. Denn ohne intakte Natur gibt es auf Dauer weder Landwirtschaft noch Ernährungssicherheit. Deshalb gehören Artenvielfalt, gesunde Böden und Gewässer und mehr Tierwohl für uns untrennbar zu einer zukunftsfähigen Landwirtschaft. Wir unterstützen den Erhalt und die Weiterentwicklung des Weinbaus, stärken die Rechte von Verbraucher:innen und setzen auf gesunde, regionale Lebensmittel.

Das haben wir für euch vor

... für eine Landwirtschaft mit Zukunft, starke Verbraucher:innen und lebenswerte ländliche Räume.

  1. Landwirtschaft stärken und Bürokratie abbauen

    Wir wollen die Landwirtschaft und die regionale Wertschöpfung stärken und gemeinsam mit den landwirtschaftlichen Betrieben den Weg mit weniger Bürokratie und mehr Vertrauen weitergehen. Unsere bäuerlichen Familienbetriebe sollen mehr Zeit für Hof und Feld haben und weniger für Formulare.


  2. Junglandwirt:innen unterstützen

    Wir wollen es junge Landwirt:innen erleichtern, wenn sie einen Hof übernehmen oder neu gründen wollen.


  3. Ökolandbau und Artenvielfalt stärken

    Den Ökolandbau wollen wir weiter stärken und den Einsatz chemisch-synthetischer Pflanzenschutzmittel weiter verringern. Wir wollen den Biotopverbund im ganzen Land ausbauen, das Sonderprogramm zur Stärkung der biologischen Vielfalt fortsetzen und das Biodiversitätsstärkungsgesetz konsequent umsetzen.


  4. Tierwohl weiter verbessern

    Die Anbindehaltung ist ein Auslaufmodell. Wir unterstützen die Betriebe beim Umbau und wollen Genehmigungen für Tierwohlställe deutlich beschleunigen. Lange Kälbertransporte wollen wir vermeiden, Tierheime stärken und Tierversuche weiter verringern.


  5. Gutes Essen aus der Region auf den Teller bringen

    In Landeskantinen und künftig auch in Hochschulmensen kommen regionale und bio-regionale Lebensmittel auf den Teller. An Startchancen-Schulen wollen wir allen Kindern ein kostenfreies Mittagessen anbieten.


  6. Verbraucher:innen beim Online-Einkauf schützen

    Wer im Internet einkauft, muss sich auf faire Regeln verlassen können. Online-Plattformen sollen dafür haften, dass ihre Händler alle rechtlichen Vorgaben einhalten. Händler, die gegen Vorschriften verstoßen, sollen gesperrt werden können, bis sie die Regeln wieder einhalten.

Jungpflanzen, die von einer Person geprüft werden

Das haben wir bisher für euch erreicht ...

... für eine Landwirtschaft im Einklang mit Natur und Mensch:

  1. Neue Chancen für regionale Landwirtschaft geschaffen

    Mit Hilfe des Strategiedialogs Landwirtschaft haben wir gemeinsam mit Landwirt:innen, Verbänden und Wissenschaft zentrale Maßnahmen auf den Weg gebracht, um unsere Landwirtschaft an die Klimaveränderung anzupassen, sie widerstandsfähiger zu machen und nachhaltiges Wirtschaften zu stärken.


  2. Biodiversität und Ökolandbau gestärkt

    Mit dem Biodiversitätsstärkungsgesetz schützen wir Insekten, stärken Lebensräume und fördern den Artenschutz durch vielfältige Maßnahmen. Wir haben den Ökolandbau stark unterstützt und die Agrarförderung stärker am Natur- und Klimaschutz ausgerichtet. Den Einsatz von Pflanzenschutzmitteln konnten wir reduzieren, indem wir die Förderung von Pheromonen, das sind biologische Pflanzenschutzmittel, im Weinbau wieder attraktiv gemacht haben. Sie ersetzen nun chemisch-synthetische Insektizide und helfen der Biodiversität.


  3. Ländliche Räume konsequent nachhaltig gefördert

    Zeitgemäßes Wohnen, lebendige Ortskerne, einladende Plätze und Hitzeschutz durch Grünanlagen: Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum stärkt unsere Dörfer und ländlichen Gemeinden. Die Fördermittel haben wir verdreifacht und klare Nachhaltigkeitskriterien wie Entsiegelung, Innenentwicklung, Bestandssanierung und Holzbau verankert.


  4. Verbraucher:innen besser geschützt

    Um gute Konsum-Entscheidungen zu treffen, brauchen Verbraucher:innen Informationen, Beratung und eine schlagkräftige Interessenvertretung. Wir haben die Finanzierung der Verbraucherzentrale gesichert und auch die Kontrolle von Lebens- und Futtermitteln gestärkt.


  5. Unsere Wälder klimaresilient gemacht

    Wir bauen unsere heimischen Staatswälder zu Mischwäldern um und unterstützen den Privat- und Kommunalwald beim Umbau. Denn sie können sich besser an Klimaveränderungen anpassen als etwa Fichten-Monokulturen. Das kommt der Artenvielfalt zugute, schützt Böden und Wasserressourcen und stärkt die Widerstandskraft gegenüber extremen Wetterereignissen.


  6. Biogasstrategie des Landes gestartet

    Sie ist ein wichtiger Baustein, um die Energieversorgung in Baden-Württemberg für die Zukunft zu wappnen und die Klimaziele zu erreichen. Wir fördern den Umbau bestehender Biogasanlagen, damit Reststoffe und Abwärme möglichst effizient zur Energiegewinnung genutzt werden können und Alternativen zum intensiven Anbau von Mais gefunden werden.


  7. Tierschutzstrategie auf den Weg gebracht

    Wir machen den Umstieg von Anbinde- auf Laufstallhaltung durch eine höhere Förderung attraktiver. Wir verringern das Leid von Streunerkatzen, indem wir Kommunen die Möglichkeit geben, die unkontrollierte Vermehrung einzudämmen.


  8. Streuobstsaft aus dem Ländle landesweit sichtbar gemacht

    Mit der Baumschnittprämie und dem Streuobstzeichen des Landes „QZBW-Streuobst“ haben wir wichtige Schritte für die Vermarktung von Streuobstprodukten erreicht. Das Zeichen macht Streuobstsaft im Supermarkt leichter erkennbar, wodurch mehr Säfte zu fairen Preisen für die Erzeuger verkauft werden können.


  9. Geholfen, dass Bienen wieder fliegen können

    Einige Bienen sind gegen die Varroamilbe resistent, eine Milbe, die viele Bienenvölker bedroht. Am Bieneninstitut Hohenheim fördern wir die Zucht solcher resistenten Bienen, um die Milbe besser zu bekämpfen. Auch die Asiatische Hornisse gefährdet viele Bienenvölker. Wir arbeiten daran, ihre Ausbreitung zu bremsen und Schäden gering zu halten.


  10. Für mehr gesundes, regionales Kantinenessen gesorgt

    In Landeskantinen gilt nun die verbindliche Vorgabe für regionales und ökologisches Essen. Durch konkrete Maßnahmen, etwa in Modellkantinen, haben wir die Lebensmittelverschwendung messbar reduziert.


  11. Wildtiermanagementgesetz auf den Weg gebracht

    Mit dem novellierten Jagd- und Wildtiermanagementgesetz (JWMG), das in enger Abstimmung mit Natur-, Tier- und Jagdschutz entstanden ist, haben wir eine moderne Grundlage für den Umgang mit Wildtieren geschaffen. Der wissenschaftliche Wildtierbericht zeigt, welche Arten wo leben, welche gejagt werden dürfen und wo Lebensräume geschützt werden sollen. Kinder dürfen bei uns jetzt ab 7 Jahren mit dem Jugendfischereischein angeln, aber nur in Begleitung eines Erwachsenen mit Fischereischein. Den Fisch darf nur der Erwachsene abnehmen und töten. Außerdem gibt es wieder Luchse im Schwarzwald. Ein Erfolg für den Artenschutz!

Zwei Kinder sitzen auf dem Balkon und bestaunen Radieschen.

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