Mit der geplanten Einführung einer Schüler-ID ab dem Schuljahr 2027/2028 sollen künftig alle Schüler:innen aus Baden-Württemberg digital erfasst werden. Die Identifikationsnummer soll dazu beitragen, Schulabbrüche zu verhindern, Förderbedarfe frühzeitig zu erkennen und Bildungswege bundesweit über Schul- und Ländergrenzen hinweg sichtbar zu machen. Hintergrund ist, dass jedes Jahr rund 50.000 junge Menschen die Schule ohne Abschluss verlassen und bislang kaum überprüft werden kann, ob sie sich an einer anderen Schule neu anmelden. Die Schüler-ID soll deshalb ein verlässliches digitales Verzeichnis schaffen, das Daten wie Schulzugehörigkeit, Testergebnisse und Förderbedarf bündelt – stets unter der Maßgabe des Datenschutzes. Damit soll das Bildungssystem transparenter und zugleich eine bessere Planung für Schulentwicklung, Personalbedarf und Förderangebote ermöglicht werden.
Vor diesem Hintergrund betont unser bildungspolitischer Sprecher Thomas Poreski, wie wichtig datengestützte Entscheidungen für mehr Chancengerechtigkeit und Qualität im Bildungssystem sind:
"Eine ID für Schülerinnen und Schüler ermöglicht, Bildungswege wissenschaftlich auszuwerten – anonymisierbar und unter Wahrung des Datenschutzes. Mit der datengestützten Qualitätsentwicklung kann die Wirksamkeit bildungspolitischer Entscheidungen besser bewertet und entsprechend angepasst werden. Unser Ziel: Alle Schülerinnen und Schüler wollen wir bestmöglich fördern und beraten, die Qualität von Bildungsinstitutionen wollen wir verbessern."