Viele Kommunen in Baden-Württemberg stehen unter finanziellem Druck und kürzen ihre Kulturausgaben. Für Theater, Museen und andere Einrichtungen bedeutet das große Unsicherheit. Wir als Grüne Landtagsfraktion haben uns deshalb frühzeitig dafür eingesetzt, dass das Land Verantwortung übernimmt und gemeinsam geförderte Kultureinrichtungen nicht zusätzlich unter Druck geraten. Nun ist klar: Das Land hält seinen Förderanteil stabil und zahlt die Mittel 2026 wie vereinbart aus.
Kultur braucht Verlässlichkeit – gerade jetzt
Mehr als 300 Kultureinrichtungen im Land werden gemeinsam von Land und Kommunen finanziert, darunter rund 50 in Stuttgart und etwa 30 in Karlsruhe. Bei zentralen Einrichtungen wie den Staatstheatern in Stuttgart und Karlsruhe, dem Linden-Museum oder der Gedenkstätte Hotel Silber ist die Finanzierung vertraglich auf ein 50:50-Verhältnis festgelegt. Eigentlich müssten Kürzungen einer Seite automatisch Folgen für die andere haben. Dafür haben wir uns eingesetzt: Trotz kommunaler Sparbeschlüsse zahlt das Land seinen Anteil weiterhin vollständig aus und geht damit vorübergehend in Vorleistung. Das verschafft den Häusern Zeit und Planungssicherheit.
Unsere Initiative zeigt Wirkung
Die von uns angestoßene Anhörung im Landtag hat deutlich gemacht, wie groß der Handlungsbedarf ist. Die nun getroffene Entscheidung des Landes ist auch ein Ergebnis dieses parlamentarischen Drucks. Zur Ankündigung erklärt unser Sprecher für Kunst und Kultur, Erwin Köhler:
“Gute Nachrichten für die Kulturvielfalt in Baden-Württemberg! Die von uns angestoßene Anhörung im Landtag zeigt Wirkung: Das Land hält seinen Förderanteil stabil und sendet damit ein starkes Signal der Verlässlichkeit - auch wenn einzelne Kommunen sparen müssen. Rund 300 Einrichtungen, darunter die Staatstheater in Stuttgart und Karlsruhe sowie das Linden-Museum, werden weiterhin gemeinsam von Land und Kommunen getragen. Trotz der kommunalen Sparpläne sichert das Land auch 2026 seinen Beitrag und gewährleistet so Planungssicherheit für die Häuser. Mit rund 620,6 Millionen Euro stehen damit mehr Mittel für die Kultur zur Verfügung als je zuvor. Das ist ein Zuwachs von 62 Prozent seit 2011. Baden-Württemberg bleibt ein verlässlicher Partner seiner Kulturschaffenden und sorgt dafür, dass unsere vielfältige Kulturlandschaft auch in herausfordernden Zeiten stark bleibt.”
Was das für die Kultur im Land bedeutet
Mit Landesausgaben von rund 620,6 Millionen Euro für Kunst und Kultur im Jahr 2026 steht Baden-Württemberg heute besser da als noch vor einigen Jahren. Seit 2011 ist das Kulturbudget um rund 62 Prozent gewachsen. Wir als Grüne Landtagsfraktion werden uns weiterhin dafür einsetzen, dass diese Mittel verlässlich zur Verfügung stehen und kulturelle Vielfalt im ganzen Land gesichert bleibt – auch in finanziell schwierigen Zeiten.