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Mobilität

Großstörung bei der Bahn: Digitale Infrastruktur krisenfest machen

Nach dem bundesweiten Ausfall des Zugfunks GSM-R fordert die Grüne Landtagsfraktion Baden-Württemberg mehr Resilienz für die digitale Bahninfrastruktur. Investitionen in Redundanzen und ausfallsichere Systeme sollen künftige Großstörungen verhindern.

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Der bundesweite Ausfall des Zugfunksystems hat den Bahnverkehr zeitweise weitgehend zum Erliegen gebracht und Fragen nach der Widerstandsfähigkeit der digitalen Infrastruktur der Schiene aufgeworfen. Aus Sicht von Niklas Nüssle, unserem bahnpolitischen Sprecher, macht die Störung deutlich, dass neben dem Ausbau des Schienennetzes auch die Sicherheit und Ausfallsicherheit digitaler Leit- und Sicherungssysteme stärker in den Fokus rücken müssen. Er fordert deshalb Konsequenzen aus dem Vorfall und eine umfassende Stärkung der Resilienz kritischer Bahninfrastrukturen.

Zur Großstörung im Netz der Deutschen Bahn aufgrund des Ausfalls des Zugfunks GSM-R sagt Niklas Nüssle:

"Störungen an Bahnübergängen, Signalen und Weichen gehören leider zum Alltag im deutschen Eisenbahnnetz und belasten jeden Tag Millionen Reisende. Die zeitweilige Einstellung des kompletten Bahnverkehrs durch eine Störung im Zugfunk-System GSM-R zeigt jedoch eine neue Dimension der Verwundbarkeit unseres Schienensystems. Klar ist: Nicht nur Schienen, Brücken und Bahnhöfe müsse krisenfest funktionieren – sondern auch digitale Leit- und Sicherungssysteme, Funknetze, Rechenzentren und Kommunikationsinfrastrukturen. Die Lehre daraus ist: Ein modernes Bahnnetz muss auch dann handlungsfähig bleiben, wenn einzelne technische Komponenten ausfallen. Offensichtlich gibt es einen enormen Nachholbedarf bei Ausfallsicherheit und Redundanzen.

Die Bundesregierung muss jetzt eine umfassende Resilienz-Offensive für die Schiene auf den Weg bringen. Wir brauchen beschleunigte Investitionen in digitale Infrastruktur, zusätzliche Redundanzen bei sicherheitsrelevanten Systemen, leistungsfähige Backup-Strukturen sowie eine regelmäßige Überprüfung kritischer Infrastrukturen auf ihre Krisenfestigkeit. Wer Milliarden in neue Gleise investiert, muss genauso entschlossen in die Widerstandsfähigkeit der Systeme investieren

Erst im Februar wurde die Bahn Ziel einer groß angelegten Cyber-Attacke, bei der zentrale digitale Angebote tagelang beeinträchtigt waren – und nun gab’s den bundesweite Betriebsausfall. Diese Ereignisse zeigen, dass die Sicherheit und Stabilität digitaler Infrastrukturen längst zu einer Kernfrage der Verkehrspolitik geworden ist. Der Bund muss endlich vorausschauend handeln. 

Sobald belastbare Erkenntnisse über die Ursachen der Großstörung vorliegen, müssen die Ursachen konsequent und transparent aufbereitet werden. Es braucht eine ehrliche Analyse möglicher Schwachstellen und einen konkreten Maßnahmenplan, um vergleichbare Ausfälle künftig auszuschließen. Unser Dank gilt den vielen Techniker:innen, die mit großem Einsatz die Störung behoben haben. Die eigentliche politische Aufgabe beginnt aber jetzt: Wir müssen dafür sorgen, die Bahn widerstandsfähiger zu machen."

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