Steigenden Kosten, bürokratische Hürden, unsichere Finanzierungsstrukturen: Die freien Kunst- und Kulturschaffenden in Baden-Württemberg stehen aktuell vor enormen Herausforderungen. Das ist am 22. Oktober 2025 bei der Anhörung im Wissenschaftsausschuss deutlich geworden.
„Wir Grüne haben die freie Kunst- und Kulturszene im Blick und stehen ihr als verlässliche Partner zur Seite“, so Erwin Köhler, unser Sprecher für Kunst- und Kultur. „Entsprechend haben wir im aktuellen Haushalt die Mittel für Kunst und Kultur erhöht.“
Für das laufende Jahr 2025 stellt das Land rund 1,5 Millionen Euro für die Projektförderung der freien Szene zur Verfügung. Pro Jahr können so rund 160 Projekte gefördert werden.
Dennoch sei der Druck auf die freie Szene enorm, gerade auch weil viele Kommunen aktuell aufgrund knapper öffentlicher Kassen die Mittel in dem Bereich kürzen. „Mit der Anhörung haben wir den Musiker*innen und Künstler*innen Gehör verschafft und eine Grundlage geschaffen, um gemeinsam Lösungen zu entwickeln“, betont Köhler, der die Anhörung im Wissenschaftsausschuss initiiert hat.
Die Vertreter*innen des Jazzverbands Baden-Württemberg, der TanzSzene BW, des Landesverbands Freie Tanz- und Theaterschaffende und viele andere machten dabei klar: Die freie Szene ist besonders stark von Bürokratie, Inflation, Tarifsteigerungen und höheren Energie- und Mietkosten betroffen. Gerade kleinere Einrichtungen und ehrenamtlich Engagierte stoßen zunehmend an ihre Grenzen.
„Kultur darf nicht an Formularen scheitern“, so Erwin Köhler. „Die freien Szenen brauchen Unterstützung, die ihnen ermöglicht, sich auf ihre eigentliche Arbeit zu konzentrieren – auf Kunst, Bildung und gesellschaftliche Gestaltung. Daran werden wir weiter arbeiten.“