Mobilität | Verkehr/Infrastruktur

Niemann: Mehr sichere Wege für Pedelec-Fahrer

Nach wie vor kommen viel zu viele Menschen durch Rasen ums Leben - vor allem auf Autobahnen, sagt Jutta Niemann. Im Straßenverkehr seien besonders Pedelec-Fahrer gefährdet. Niemanns Forderungen: Tempo 130 auf der Autobahn und sicherere Wege für Fahrradfahrer.

Das Innenministerium hat eine aktuelle Statistik zu verletzten und getöteten Verkehrsteilnehmer vorgestellt. Zur Verkehrsunfallbilanz 2019 sagt die bei den Landtagsgrünen für Verkehrssicherheit zuständige Abgeordnete Jutta Niemann:

„Zwei Entwicklungen im aktuellen Verkehrstrend bereiten uns große Sorgen: Nach wie vor kommen viel zu viele Menschen durch Rasen ums Leben. Wie die Statistik zeigt, ging im vergangenen Jahr allein jeder dritte tödliche Verkehrsunfall auf unseren Autobahnen auf zu hohe Geschwindigkeit am Steuer zurück. Ein Tempolimit 130 ist deshalb unerlässlich, um mehr Sicherheit auf den Straßen zu gewährleisten – und nebenbei den Ausstoß von klimaschädlichen Gasen zu reduzieren.

Zudem beunruhigt uns die gestiegene Zahl getöteter Pedelec-Fahrer. Immer mehr Menschen steigen vom Auto aufs Rad - vor allem auf Pedelecs - um, doch leider wächst die sichere Infrastruktur nicht schnell genug mit. Wir verbessern die Situation der Pedelec-Fahrerinnen nur, indem wir konsequent Radwege, Fahrradwege und verkehrsberuhigte Bereiche ausbauen. Um unsere Vision von einem Straßenverkehr ohne Getötete und Schwerverletzte zu verwirklichen, müssen wir unsere Anstrengungen für die Verkehrssicherheit insgesamt intensivieren.“