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Mobilität

Fußverkehr bekommt neuen Stellenwert in Baden-Württemberg

Baden-Württemberg stellt den Fußverkehr neu auf. Die landesweite Fußverkehrsstrategie stärkt sichere Gehwege, Schulwege und Ortsmitten. Die Grüne Landtagsfraktion setzt sich für schnelle, praxistaugliche Maßnahmen und mehr Lebensqualität ein.

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Zu Fuß unterwegs zu sein, ist die einfachste und inklusivste Form der Mobilität. Mit der neuen landesweiten Fußverkehrsstrategie bekommt der Fußverkehr in Baden-Württemberg nun erstmals einen verbindlichen politischen Rahmen. Für uns als Grüne Landtagsfraktion ist klar: Wer sichere, lebenswerte Orte will, muss dem Gehen mehr Raum geben – im Alltag, in den Kommunen und in der Verkehrspolitik.

Worum es bei der Fußverkehrsstrategie geht

Die Fußverkehrsstrategie des Landes beschreibt zehn zentrale Handlungsfelder, mit denen der Fußverkehr systematisch gestärkt werden soll. Im Fokus stehen sichere und durchgängige Hauptfußwegenetze, breite und freie Gehwege, kürzere Wartezeiten an Ampeln, mehr Zebrastreifen sowie sichere Schulwege. Besonders betrachtet werden drei Bereiche mit hoher Wirkung: Schulwege, Ortsmitten und stark genutzte Hauptverbindungen.

Die Strategie setzt bewusst auf Maßnahmen, die vor Ort schnell umsetzbar sind. Städte, Gemeinden und Landkreise erhalten praxisnahe Empfehlungen, klare Zuständigkeiten sowie Unterstützung durch Förderprogramme und Beratung. Ziel ist es, dass Verbesserungen für Fußgänger:innen noch in dieser Legislatur spürbar werden.

Was wir als Grüne bereits erreicht haben

Die Fußverkehrsstrategie baut auf einer Politik auf, die wir seit Jahren gestalten. Seit 2015 fördert das Land den Fußverkehr systematisch. Die Fördermittel wurden kontinuierlich erhöht. Seit 2021 flossen insgesamt fast 40 Millionen Euro in Infrastruktur, Konzepte, kommunale Personalstellen und kostenfreie Beratungsangebote.

Ein zentrales Erfolgsinstrument ist der Fußverkehrs-Check. Seit 2015 haben 127 Kommunen daran teilgenommen, mehr als 300 haben sich beworben. Die Checks begleiten Kommunen fachlich über mehrere Monate hinweg und führen zu konkreten Verbesserungen, von kurzfristigen Maßnahmen bis zu langfristigen Planungen.

Unser Sprecher für Fußverkehr Hermino Katzenstein bringt es so auf den Punkt:

“Kein anderes Bundesland tut für die Fußgänger so viel wie Baden-Württemberg. Wir sind im Vergleich der Bundesländer spitze.”

Auch im Bundesvergleich zeigen sich die Erfolge: Baden-Württemberg liegt beim Monitor Fußverkehr bundesweit auf Platz eins, wenn es um die Anerkennung des Fußverkehrs durch Politik und Verwaltung geht. Der Anteil der zu Fuß zurückgelegten Wege ist seit 2017 deutlich gestiegen.

Sichere Wege für Kinder und lebenswerte Orte für alle

Ein wichtiger Bestandteil der Strategie ist das Landesprogramm MOVERS – Aktiv zur Schule. Es unterstützt Kommunen, Schulen und Eltern dabei, Kinder zu einer sicheren und selbstständigen Mobilität zu befähigen. Ziel ist es, Schulwege sicherer zu machen und den Autoverkehr vor Schulen deutlich zu reduzieren.

Darüber hinaus trägt die Fußverkehrsstrategie dazu bei, Ortsmitten zu beleben, den öffentlichen Raum fairer zu verteilen und Gesundheit sowie Lebensqualität zu stärken. Wenn Wege sicher, übersichtlich und angenehm sind, profitieren alle Generationen davon.

Gemeinsam mit den Kommunen umsetzen

Mit der Fußverkehrsstrategie sind nun die Voraussetzungen geschaffen, damit Kommunen loslegen können. Das Land stellt Förderung, Beratung und Strukturen bereit und die Umsetzung erfolgt vor Ort. Für uns als Grüne Landtagsfraktion ist entscheidend, dass aus den strategischen Zielen konkrete Verbesserungen im Alltag werden.

Unser Ziel bleibt klar: Wir wollen erreichen, dass bis 2030 mindestens 30 Prozent aller Wege zu Fuß zurückgelegt werden – sicher, bequem und gerne. Die neue Fußverkehrsstrategie ist dafür ein wichtiger Schritt.

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