Mit unserem Antrag „Raum fair teilen – Stadtplanung und Stadtentwicklung für alle“ haben wir das Ministerium für Landesentwicklung und Wohnen gefragt, welche aktuellen Maßnahmen es gibt, um das Ziel zu verwirklichen: in unseren Städten und Gemeinden lebendige, generationengerechte Quartiere zu schaffen — mit Spielplätzen, Grünflächen, barrierefreien Räumen, gutem ÖPNV und Angeboten für gemeinschaftliches Zusammenleben aller Generationen.
„Stadtplanung und Stadtentwicklung gestalten Lebenswelten — und damit direkt die Lebensqualität von Familien, älteren Menschen und allen Bewohner*innen“, betont Clara Resch, Mitglied im Ausschuss für Landesentwicklung und Wohnen. „Als grüne Landtagsfraktion machen wir uns stark für bezahlbaren Wohnraum, eine gute Infrastruktur und generationengerechte Quartiere. Städte und Dörfer müssen nicht nur nach wirtschaftlichen, sondern vor allem nach sozialen und generationengerechten Kriterien geplant und weiterentwickelt werden.“
Mobilität, Gemeinschaft und soziale Infrastruktur
Wichtige Aspekte generationengerechter Quartiere sind Mobilität und soziale Infrastruktur. Hier hat die grün-geführte Landesregierung schon wichtige Schritte unternommen:
- Das neue Landesmobilitätsgesetz sieht vor, dass bei Verkehrsplanungen die Bedürfnisse von Kindern, Jugendlichen und mobilitätseingeschränkten Menschen besonders berücksichtigt werden müssen - z.B. bei barrierefreien Wegen und sicheren Schulwegen.
- Kommunen werden bei klimafreundlicher und familiengerechter Mobilität unterstützt – z.B. indem Mobilitätsfachkräfte gefördert, nachhaltige Verkehrs- und Fußwegekonzepte entwickelt oder das Programm „MOVERS – Aktiv zur Schule“ umgesetzt werden.
- Mit dem günstigen Deutschlandticket JugendBW haben wir ein attraktives ÖPNV-Ticket geschaffen, das Mobilität für junge Menschen erschwinglicher macht.
- Über den Investitionspakt „Soziale Integration im Quartier BW“ und andere Programme werden Spielplätze, Jugend- und Begegnungsräume, Dorfgemeinschaftshäuser und multifunktionale Treffpunkte gefördert. So entsteht Raum für ein lebendiges Miteinander in den Quartieren.
Ziel: eine verbindliche Strategie
Die Antwort der Landesregierung zeigt: Es existieren bereits wertvolle Instrumente — von Städtebauförderung über Wohnraumoffensive bis Quartiersprogramme — und in vielen Kommunen entstehen erste gute Beispiele für eine generationengerechte und gemeinwohlorientierte Stadtentwicklung.
Dennoch fehlen teilweise verlässliche Daten — etwa zur Gleichstellung in Planungsämtern oder zu Angebot und Nutzung von Gemeinschaftsräumen und sicheren Orten.
Was es außerdem braucht, ist eine systematische, verbindliche Steuerung, damit alle Kommunen von den vorhandenen Förderprogrammen profitieren.
Deshalb arbeiten wir – weiter gemeinsam mit Kommunen, Bürger*innen und Fachleuten – an einer verbindlichen Strategie für generationengerechte, soziale und nachhaltige Stadt- und Quartiersentwicklung.