Fraktion der GRÜNEN besucht neue Landeserstaufnahmestelle (LEA) für Flüchtlinge in Meßstetten

Edith Sitzmann: „Die LEA in Meßstetten ist deutschlandweit Vorbild für den Aufbau solcher Einrichtungen“

Beeindruckend! Mit großem Interesse haben sich die Fraktionsvorsitzende der Fraktion GRÜNE im Landtag, Edith Sitzmann, die Abgeordneten Bea Böhlen, Manne Lucha,  Daniel Lede Abal und der Vorsitzende der GRÜNEN Baden-Württemberg Oliver Hildenbrand die  neue Landeserstaufnahme (LEA) in Meßstetten am Donnerstag, 27. November, angeschaut.  „Was man hier so sehen kann, wirkt einfach sehr freundlich und aufgeschlossen“, sagte Fraktionschefin Edith Sitzmann während eines Rundgangs auf dem Gelände der ehemaligen Zollernalb-Kaserne, die erst im Juli 2014 von der Bundeswehr geräumt wurde. „Die LEA in Meßstetten ist deutschlandweit Vorbild  für den Aufbau solcher Einrichtungen“.

Neben den Grünen-Politikern haben auch der Ministerialdirektor im Integrationsministerium, Prof. Wolf-Dietrich Hammann, Regierungspräsident Hermann Strampfer und Landrat Günther-Martin Pauli MdL  sowie Meßstettens Bürgermeister Lothar Menning an der Besichtigung teilgenommen.

Zurzeit leben etwa 250 Flüchtlinge, vor allem aus dem Irak, Iran, Syrien, Afghanistan, Serbien, Somalia oder Eritrea in Meßstetten. In den kommenden Tagen werden noch einmal etwa 200 neue Flüchtlinge in der Erstaufnahmestelle erwartet.  „Ich finde es beeindruckend, was man hier in so kurzer Zeit auf die Beine gestellt hat“,  lobte integrationspolitischer Sprecher der Fraktion Grüne Daniel Lede Abal die Arbeit und das Engagement vor Ort.

Während des Rundgangs gingen die Besucher „den Weg eines Flüchtlings, der hierher kommt“, sagte der Leiter der neuen Aufnahmestelle Frank Maier. Für die Flüchtlinge gibt es viele Angebote, etwa eine Kleidersammlung, in der sich Bewohner umsonst einkleiden können, eine Krankenstation mit Fachpersonal, eine Kindertagesstätte, eine große Kantine, Freizeiträume sowie verschiedene Gebetsräume für Muslime oder Christen. Außerdem wird den Flüchtlingen Internetzugang geboten, was „sehr vielen sehr wichtig ist. So können sie mit der Heimat in Kontakt zu treten“, so Frank Maier.  „Wir sind besonders froh über die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die uns unterstützen. Etwa 100 freiwillige Helfer packen in der LEA mit an, wo es nur geht.“ So bietet z.B.  ein Journalist aus Balingen einen Sprachkurs an, ein anderer besucht jede Woche mit den Kindern ein Wildtiergehege in der Nähe. „Vor allem viele ehemalige Soldaten bringen sich ehrenamtlich in Meßstetten mit ein“,  erzählt Maier. 

„Wir sehen, dass man hier auf einem sehr guten Weg ist. Dafür sind wir allen Beteiligten wirklich sehr dankbar“, fasst Fraktionsvorsitzende Sitzmann den Besuch abschließend zusammen.

In den nächsten Wochen und Monaten werden noch weitere Flüchtlinge nach Meßstetten kommen. Ab dem Frühjahr rechnet man mit einer Aufnahmekapazität von etwa 1000 Plätzen. Dann soll es auch Möglichkeiten für getrennte Unterbringung von Familien, Männern und allein reisenden Frauen geben. Der Betrieb der LEA Meßstetten ist jedoch als Übergangslösung nur bis Ende 2016 begrenzt, dann soll etwa die neue Erstaufnahmestelle in Freiburg fertiggestellt sein.