Agrarpolitik und Ernährung

Landwirtschaft muss sich besser gegen Gefahren rüsten - Mehrgefahrenabsicherung eine Lösungsmöglichkeit

Klimawandel bringt Wetterextreme auch nach Baden-Württemberg – Landtagsgrüne sagen Unterstützung zu

Landwirtschaft muss sich besser gegen Gefahren rüsten

Zur Diskussion um Dürrefolgen und Notfallhilfe für die Landwirtschaft teilt der agrarpolitische Sprecher der Landtagsgrünen Martin Hahn mit:

„Der Klimawandel bringt Wetterextreme auch nach Baden-Württemberg. Die Auswirkungen sind zum Teil verheerend. Das haben wir schon beim Spätfrost des vergangenen Jahres erlebt, wo tausende Hektar Reben und obstbauliche Flächen vernichtet wurden.

Die grün-geführte Landesregierung hat schnelle und unbürokratische Hilfen auf den Weg gebracht. Sie wird unsere Bäuerinnen und Bauern auch mit den Folgen der Hitzewelle und Dürre nicht alleine lassen.

Unabhängig von kurzfristiger Notfallhilfe müssen wir uns darauf einstellen, dass Hitze, Trockenheit, Hagel, Starkregen, Spätfröste und Winterstürme als Folgen des Klimawandels zunehmen. Auch wenn Risikomanagement in der Regel Sache des Unternehmers ist: Wir sehen die Politik in der Pflicht, unsere Bäuerinnen und Bauern dabei zu unterstützen, sich besser gegen die Gefahren zu rüsten. Denn die Landwirte sind es, die unsere schöne Landschaft pflegen und schützen und für unsere Lebensmittel sorgen.

Eine Lösungsmöglichkeit könnte eine Mehrgefahrenabsicherung nach dem Vorbild Österreichs sein. Wir Grüne halten diese Ernteausfallversicherung, die von Bund und Ländern finanziell unterstützt wird, für eine richtige Maßnahme.

Wichtig ist auch die Unterstützung von Maßnahmen zur Selbsthilfe, etwa zur Bodenbearbeitung oder der Umstieg auf Sorten, die mit verändertem Klima klarkommen. Ein Fokus ist das Ausweiten der Förderung technischer Präventivmaßnahmen in unserer Agrarförderung.“