Europa und Internationales

Grenzüberschreitende Gesundheitsversorgung voranbringen

Die Bundesländer Baden-Württemberg, Rheinland-Pfalz und Saarland wollen bei der grenzüberschreitenden Gesundheitsversorgung enger mit der französischen Grenzregion Grand Est zusammenarbeiten. Dafür wurde ein gemeinsames Abkommen unterzeichnet. Die Idee entstand aufgrund der Corona-Pandemie.

Dazu sagt der europapolitische Sprecher Josha Frey: „Die Grenze zwischen Deutschland und Frankreich ist für die meisten Menschen im täglichen Leben kaum mehr wahrnehmbar. Umso wichtiger ist es, dass die Nationalgrenzen keine bürokratischen Hindernisse darstellen, wenn Hilfe gebraucht wird.“

Nach Aussage von Ministerpräsident Kretschmann entstand die Idee eines Beistandspaktes nach der ersten Welle der Corona-Pandemie. Schon im Frühjahr und nun auch im November hatten die Bundesländer Covid-19-Patient*innen aus Grand Est aufgenommen.

Ziel des Beistandspaktes ist, in Notsituationen schnell und unbürokratisch helfen zu können. Dafür soll die grenzübergreifende Kommunikation verbessert und die gemeinsame Nutzung von Infrastrukturen ermöglicht werden.

„Das gilt für Krisenzeiten wie die Corona-Pandemie genauso, zum Beispiel für medizinische Notfälle. Für Rettungskräfte beidseits des Rheins muss gelten: Wer am nächsten dran ist, fährt hin – unabhängig von seinem Standort und davon, auf welcher Seite der Grenze der hilfesuchende Mensch sich befindet.“ betont Josha Frey.

Frey ist überzeugt: „Wenn wir zusammenarbeiten, kann es nur Gewinner geben.“