„Ein gutes Signal, dass sich Bayern auf den Weg macht, Glyphosat vom Acker zu verbannen“

Markus Söder, designierter Ministerpräsident Bayerns, hat eine Glyphosat-Exitstrategie für den Freistaat angekündigt. Ziel: noch vor dem Bund einen Ausstieg aus der umstrittenen Unkrautbekämpfung zu schaffen.

Martina Braun, Sprecherin der Grünen Fraktion für Ländlichen Raum, begrüßt die Ankündigung des CSU-Politikers. „Es ist ein gutes Signal, dass sich Bayern auf den Weg machen will, Glyphosat vom Acker zu verbannen. Es ist vor allem ein deutlicher Fingerzeig nach Berlin, wo Söders Parteifreund, Bundesagrarminister Christian Schmid, beim Ausstieg aus Glyphosat sichtlich Zeit schindet.“

Laut Martina Braun feilen die Grünen in Baden-Württemberg aktuell mit dem Koalitionspartner CDU an den Details einer Reduktionsstrategie für Pflanzenschutzmittel: „Für uns Grüne müssen insbesondere Neonicotinoide sowie Glyphosat verschwinden, das im Verdacht steht, Krebs zu erregen. Der Einsatz von Pflanzen- und Insektengiften ist zudem eine der Hauptursachen für den Artenschwund.“

Dringend erforderlich sind aus Sicht von Martina Braun konkrete Ziele sowie konkrete Maßnahmen und Auflagen, damit tatsächlich auch schnell eine Reduktion der Ackergifte erreicht wird. „Hier muss unser Landwirtschaftsminister Hauk noch liefern.“ Braun fordert einen klaren Reduktions- und Ausstiegpfad sowie ein Coaching für die Bäuerinnen und Bauern. „Unsere Landwirte müssen wissen, wie sie Pestizide vermeiden können und welche Alternativen ihnen zur Verfügung stehen. Ebenso arbeiten wir auf eine konsequente Ausdehnung des Ökolandbaus hin“, erklärt Martina Braun.