Bärbl
Mielich

Staatssekretärin im Sozialministerium

Mein Wahlkreis...

Ich lebe gern in meinem Wahlkreis Breisgau, weil er einzigartig ist in Baden-Württemberg: Zwischen dem Oberrhein und dem südlichen Schwarzwald gelegen treffen hier Tourismus, Landwirtschaft und kleine Wein- und Obstbaugemeinden auf der einen Seite auf florierendes Gewerbe und die aufstrebenden Mittelzentren Bad Krozingen/Staufen, Breisach und Müllheim auf der anderen Seite. Eine prosperierende Wirtschaft, mildes, fast südliches Klima und die Lage im Ballungsraum der Universitätsstadt Freiburg machen die Region so attraktiv. Nicht zuletzt schätze ich unsere abwechslungsreiche Landschaft, die einen hervorragenden Wein hervorbringt: Hier trifft das Vulkangestein des Kaiserstuhls auf die sanfte Hügellandschaft des Markgräflerlandes. Müller-Thurgau, Weiß-, Grau- und Spätburgunder sowie Gutedel sind die vorherrschenden Anbausorten.

Meine Leidenschaft...

Der demographische Wandel stellt unsere Gesellschaft vor große Herausforderungen. Wir müssen gerade im Bereich Gesundheit und Pflege vieles umstellen und neu entwickeln, um auch zukünftig den Menschen ein möglichst hohes Maß an selbstbestimmtem Leben und gesellschaftlicher Teilhabe auch bei Pflegebedürftigkeit und im Alter gewährleisten zu können. Insbesondere neue Wohnformen und eine gute nachbarschaftliche Quartiersentwicklung sind Themen in den Ballungsräumen wie auch im Ländlichen Raum. Dies habe ich mit meiner Familie in der Vergangenheit schon ganz konkret gelebt, als wir uns in einem gemeinschaftlichen Wohnprojekt engagiert haben. Zwischenzeitlich ist mit unseren Enkeln die nächste Generation Teil unseres Lebens und wieder planen wir, wie wir diese Lebensphase gestalten wollen. 

Mein politischer Kompass...

„Wir haben die Erde von unseren Kindern nur geborgt“, ist ein urgrüner Slogan, der seine Aktualität bis heute behalten hat. Die Verantwortung für unsere Umwelt und die Verantwortung für unsere Gesellschaft sind für mich von Beginn an Ansporn gewesen, grüne Politik zu machen. Ich habe die Vision einer sozial gerechten Gesellschaft, die jedem Menschen Teilhabe sichert, Solidarität stärkt und Armut verhindert. Mein Ziel ist es, die Gesundheitsberufe aufzuwerten und das Konzept von Pflegewohngruppen weiter voranzubringen, so dass Menschen leichter an ihrem Wohnort gepflegt werden können. Zudem engagiere ich mich in der Integrationspolitik und setze mich seit rund 30 Jahren für die Schließung des Atomkraftwerks im elsässischen Fessenheim ein.

Die Breisgauerin ist seit 2016 Staatssekretärin im Ministerium für Soziales für Integration. Die Sozialpädagogin und Familienmediatorin ist seit 2006 Landtagsabgeordnete und macht dort vor allem Sozialpolitik.

„Eine Gesellschaft, in der niemand arm ist und an der alle teilhaben“

Vier Jahre auf einem alten Bauernhof als Selbstversorger: Das Experiment hat Bärbl Mielich zusammen mit sieben anderen Frauen und Männern nach ihrem Studium gewagt, auf einem Hof in der Pfalz. Sie sanierten das Gebäude und gründeten den ersten Bioladen in der Region. Diese Erfahrungen und die Geburt ihrer drei Kinder sind für Mielich die wichtigsten Wegmarken in ihrem Leben gewesen.

Die Diplom-Sozialpädagogin und Familienmediatorin sitzt bereits seit 2006 für die Grünen im Landtag. Dort beschäftigen die Kandidatin für den Wahlkreis Breisgau vor allem soziale Themen: „Die Vision einer Gesellschaft, in der niemand arm ist und an der alle teilhaben, trägt mich immer noch“, sagt Mielich. Sie will die Gesundheitsberufe aufwerten, unter anderem durch eine verbesserte akademische Ausbildung. Sie will das Konzept von Pflegewohngruppen weiter voranbringen, so dass Menschen leichter an ihrem Wohnort gepflegt werden können. Zudem engagiert sich Bärbl Mielich in der Integrationspolitik und speziell für ihren Wahlkreis Breisgau gegen den Schrottreaktor in Fessenheim.

Ihre ersten politischen Erfahrungen machte Bärbl Mielich in den 1970er Jahren, als sie miterleben musste, wie dem ASTA als Studierendenvertretung das politische Mandat entzogen wurde. Sie wollte sich weiter engagieren und fand nur bei den Grünen die neuen Wege, die sie sich wünschte. Außerdem sah sie nur dort Ökologie und soziale Gerechtigkeit verknüpft und die aktive Bürgergesellschaft angemessen respektiert.