Landtag Baden-Württemberg
25.10.2013

Schmidt-Eisenlohr: „Ein guter Tag für Professorinnen und Professoren“

Neue Aula Universität Tübingen, Foto: Eike Freese/pixelio.de
Die Reform der W-Besoldung ist die richtige Weichenstellung, um auch in Zukunft eine leistungsgerechte, wettbewerbsorientierte Besoldung der Professorinnen und Professoren in Baden-Württemberg zu garantieren.

Die heute verkündete Einigung zwischen Finanz- und Wissenschaftsministerium über die zukünftige Ausgestaltung der W-Besoldung in Baden-Württemberg kommentierte Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, Vorsitzender des AK Wissenschaft, Forschung und Kunst der Fraktion GRÜNE, hoch erfreut: „Heute ist ein guter Tag für Professorinnen und Professoren. Nachdem lange über Details gerungen wurde, sind die jetzt verkündeten Eckpunkte für die Reform der W-Besoldung die richtige Weichenstellung, um auch in Zukunft eine leistungsgerechte, wettbewerbsorientierte Besoldung der Professorinnen und Professoren in Baden-Württemberg zu garantieren.“

Besonders wichtig sind Schmidt-Eisenlohr die Verbesserung bei der Juniorprofessur (W1). „Dass auch hier das Grundgehalt erhöht wird, ist ein Schritt in die richtige Richtung. Noch wichtiger ist mir aber, dass die bisherige Begrenzung der Leistungszulagen auf 600 € pro Monat aufgehoben wurde. Denn die Juniorprofessur ist kein klassisches Eingangsamt in einer Beamtenlaufbahn, sondern der erste Schritt auf der wissenschaftlichen Karriereleiter. Es gab Anzeichen, dass es in Zukunft schwer werden könnte, hier herausragende Nachwuchswissenschaftlerinnen und Nachwuchswissenschaftler zu gewinnen. Mit der Reform sichern wir die zukünftige Attraktivität unseres Wissenschaftssystems.“

Die Reform sieht vor, die Grundgehälter für die W2- und die W3-Professur rückwirkend zum 1.1.2013 zu erhöhen. Dabei wird das bisherige Modell aus Festgehalt plus Leistungszulage beibehalten. Die Anrechnung der Leistungsbezüge auf die Erhöhung wurde auf 50 Prozent des Grundgehalts begrenzt. Schmidt-Eisenlohr sieht dies als guten Kompromiss zwischen Konsolidierungszwängen einerseits und einer wissenschaftsadäquaten Bezahlung andererseits an.

Die Änderungen bei der W-Besoldung werden nach Auskunft von Schmidt-Eisenlohr im Rahmen des Nachtragshaushalts im Parlament behandelt werden.