Landtag Baden-Württemberg
Medien | 17.03.2008

Qualitätsfernsehen in Zeiten des Dschungelcamps

Öffentliche Anhörung: Die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks

Qualitätsfernsehen in Zeiten des Dschungelcamps

Anhörung Fernseher

 

Das öffentlich-rechtliche Fernsehen ist ins Gerede gekommen – viele Fernsehzuschauer und Kritiker fragen sich, ob die öffentlich-rechtlichen Anstalten ihrem Auftrag für Information und kulturelle Bildung unter dem Quotendruck noch nachkommen.
Über diese und andere aktuelle medienpolitische Fragen wollen wir mit Rundfunkmanagern, Wissenschaftlern, TV-Machern und Medienjournalisten diskutieren.
Die digitale Zukunft der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten ist umstritten, die Bedeutung des Internets wird zukünftig weiter zunehmen. Besonders für Jugendliche ist das Internet oft die wichtigste Informationsquelle. Den Bestrebungen von ARD und  ZDF, das digitale Angebot auszuweiten, trifft auf großen Widerstand der privaten Anbieter und der Printmedien. Wir wollen wissen: Was bieten die Sender an und was dürfen sie anbieten?
Leidenschaftlich wird das Werbeverbot bei ARD und ZDF diskutiert. Beim Konkurrenzkampf um den Werbekuchen wird von den privaten Rundfunkveranstaltern gefordert, der öffentlich-rechtliche Rundfunk solle sich auf die GEZ-Gebühren als Einnahmequelle beschränken. Auch die Politik erhebt diese Forderung immer lauter, wie zuletzt die SPD.
Die  Rundfunkgebühr wird in der jetzigen Form keine Zukunft haben, die haushaltsbezogene Mediengebühr, die auch den PC mit einschließt, wurde als Modell ins Gespräch gebracht.
Diese

 

 

 

Programm
Einführung

Jürgen Walter

Walter, Jürgen


medienpolitischer Sprecher der Fraktion Grüne im Landtag
Er forderte kürzlich den Sender RTL auf, bei Deutschland sucht den Superstar "die Notbremse zu ziehen und sein Programm umzugestalten".

 

 

Als Referenten nehmen teil


Bernd Blöbaum

Anhörung Blöhbaum

Direktor des Instituts für Kommunikations-wissenschaften an der Universität Münster
"Da, wo der öffentlich-rechtliche Rundfunk seine Kräfte bündelt, zeigt er auch eine große Stärke."

 

Peter Boudgoust

Anhörung Boudgoust


seit 2007 Intendant der zweitgrößten öffentlich-rechtlichen Anstalt, dem SWR
"Qualitätszeitungen und öffentlich-rechtliche Sender haben ein Problem: Die junge Generation liest kaum noch Zeitung, hört und sieht kaum noch Nachrichtensendungen."

 

Steffen Grimberg

Anhörung Grimberg


seit dem Jahr 2000 Medienredakteur der taz
"Das Zusammenwachsen von Politik und Journalismus bzw. Wirtschaft und Journalismus halte ich für verheerend."

 

Jörg Hagenah

Abnhörung Hagenah

Geschäftsführer des Medienwissenschaftlichen Lehr- und Forschungszentrums der Uni Köln
"Alle sehen alles, damit alle mit allen über alles reden können."

 

Jan Kottmann

Anhörung Kotmann


stellvertretender Leiter der Abteilung Medienpolitik und Medienrecht in der RTL-Gruppe
"Die Free-TV-Situation in Deutschland ist einzigartig in der Welt."

 

Judith Schulte-Loh

Anhörung Schulte-Loh


Moderatorin beim WDR, eh. ARD-Morgenmagazin
"Die öffentlich-rechtlichen Programme sind unverzichtbar, aber wird müssen uns an einigen Stellen einfach mehr trauen."

Moderation:
Tim Schleider

Anhörung Schleider


Chef des Feuilletons und der Medien- und Fernsehseite der Stuttgarter Zeitung

 

Montag, 7. April 2008, 10.30-13.30 Uhr, Landtag von Baden-Württemberg, Friedrich-Ebert-Saal Konrad-Adenauer-Straße 3, 70173 Stuttgart, (fünf Gehminuten vom Hauptbahnhof entfernt)

 

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