Landtag Baden-Württemberg
29.11.2012

Jugend auf die Bühne - Mehr Kulturelle Bildung im ganzen Land

Foto: A. Dreher / pixelio.de
400.000 Euro zusätzlich gibt es von Grün-Rot für kulturpädagogische Maßnahmen außerhalb der Ballungszentren. Foto: A. Dreher / pixelio.de

Die Regierungsfraktionen GRÜNE und SPD haben gemeinsam mit einem Änderungsantrag zum Doppelhaushalt 2013/2014 beschlossen, mehr Mittel für die Kulturelle Bildung vor allem Jugendlicher auszugeben. Die insgesamt 400.000 Euro zusätzlich kommen insbesondere den nicht-staatlichen Theatern außerhalb der Ballungszentren zu Gute. GRÜNE und SPD haben damit das Fördervolumen im Haushaltstopf für Kulturelle Bildung an nicht-staatlichen Bühnen mehr als verdoppelt. Auch die CDU hat dem Antrag zugestimmt.

"Wir haben zusätzliche Mittel für die Kulturelle Bildung beantragt, um besonders Angebote für Kinder und Jugendliche im Ländlichen Raum und außerhalb der Ballungszentren zu unterstützen. Ich halte es für unerlässlich, dass wir im ganzen Land flächendeckend Angebote zur Kulturellen Bildung ermöglichen", erläutert Manfred Kern, kulturpolitischer Sprecher der GRÜNEN. Helen Heberer, die kulturpolitische Sprecherin der SPD, betont: "Unter oftmals schwierigen Bedingungen leisten die Kultureinrichtungen mit ihrer kulturpädagogischen Arbeit einen wichtigen gesellschaftlichen Beitrag. Alle Fachleute sind sich einig, dass wir die professionellen Angebote ausbauen und noch mehr Kinder und Jugendliche erreichen müssen."

Die Kulturelle Bildung ist Schwerpunktthema der Kunstkonzeption Kultur 2020 für Baden-Württemberg, und auch der diesjährige Bildungsbericht setzt hier seinen Schwerpunkt. "Kulturpolitik ist immer auch Gesellschaftspolitik", sind sich die kulturpolitischen Sprecher der Fraktionen GRÜNE und SPD einig. Kultur habe eine enorme soziale Dimension für jeden einzelnen und die ganze Gesellschaft. "Insbesondere der Kulturellen Bildung kommt dabei große Bedeutung zu. Sich früh und immer wieder mit Kunst auseinanderzusetzen und selbst schöpferisch zu wirken, ist unverzichtbarer Bestandteil einer ganzheitlichen Persönlichkeitsbildung", ist Manfred Kern überzeugt. Helen Heberer ergänzt: "Hier sind Politik, Bildungseinrichtungen und Kulturschaffende gemeinsam gefordert, ein flächendeckendes Angebot an kulturpädagogischen Angeboten zu schaffen, damit kulturelle Bildung zum festen Bestandteil eines jeden Lebenslaufs wird."

Info

Gefördert werden können aus den zusätzlichen Finanzmitteln professionelle Projekte und Maßnahmen zur kulturellen Bildung vor allem Jugendlicher im Theaterbereich oder im Einzelfall auch aus anderen Bereichen wie zum Beispiel der Musik, die von nicht-staatlichen Einrichtungen beantragt werden. Sie müssen außerhalb der Ballungszentren oder in den Ländlichen Raum hinein wirken. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst wird das zusätzliche Förderprogramm ausschreiben und über die Medien und gezielte Anschreiben der bekannten dafür in Frage kommenden Einrichtungen dazu informieren.

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