Landtag Baden-Württemberg
16.12.2013

Fördermittel für Gedenkstättenarbeit um ein Drittel aufgestockt

Der Finanzausschuss hat bei seinen Beratungen zum zweiten Nachtragshaushalt 2014 auf interfraktionellen Antrag aller Landtagsfraktionen erneut die Aufstockung der Fördermittel für die Arbeit der Gedenkstätten um weitere 100.000 Euro beschlossen.

„Wir freuen uns, dass es erneut fraktionsübergreifend gelungen ist, ein Zeichen für die Arbeit der baden-württembergischen Gedenkstätten zu setzen. Gedenkstätten erinnern an unsere Verantwortung, unser freiheitlich-demokratisches Gemeinwesen stets aufs Neue zu verteidigen. Das gilt für Extremismus von rechts wie von links, aber auch für demokratische und zivilgesellschaftliche Gleichgültigkeit. Gedenkstätten ermahnen uns auch zu Wachsamkeit und Zivilcourage“, sagten Manfred Kern, bei den Grünen im Landtag zuständig für Denkmalpflege, und Florian Wahl, der bei der SPD-Fraktion das Thema betreut.

Mit dem Beschluss von Freitag belaufe sich die Gedenkstättenförderung des Landes im Jahr 2014 auf 400.000 Euro. Mit den zusätzlichen Mitteln solle den Gedenkstätten der Einstieg in den Aufbau von Verbundstrukturen ermöglicht werden, um die Kultur- und Erinnerungsarbeit der einzelnen Initiativen zu bündeln, zu vernetzen und zu professionalisieren. Die Besonderheit der baden-württembergischen Gedenkstättenlandschaft liege in ihrer Dezentralität und in der Tatsache, dass ganz überwiegend ehrenamtliche Arbeit geleistet wird, betonten die Abgeordneten.

Manfred Kern und Florian Wahl verwiesen darauf, dass für diese Arbeit immer weniger Zeitzeugen zur Verfügung stünden und deshalb neue Materialien interaktiv und internetunterstützt entwickelt werden müssten. „Wir sind uns bewusst, dass wir für unsere Gedenkstätten in Zukunft eine verlässliche finanzielle Grundausstattung brauchen, und wir werden uns auch bei der Aufstellung des nächsten Doppelhaushalts dafür einsetzen, dass deren Weiterentwicklung gesichert wird.“