Landtag Baden-Württemberg
16.02.2017

Verkehrspolitik: Neubaustrecke Wendlingen – Ulm soll nicht auf Stuttgart 21 warten

Die VerkehrspolitikerInnen der grünen Landtagsfraktion informierten sich zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel.
Hermino Katzenstein rechts), Vorsitzender des Arbeitskreises, und MdB Matthias Gastel (links) zeigten sich beeindruckt von der Ingenieursleistung.
Für die zweite Tunnelröhre wird die Tunnelvortriebsmaschine „Käthchen“ aktuell vorbereitet und aufgebaut.
Die erste Tunnelröhre des Boßlertunnels ist fertig gebohrt und mit Betonringen – den sogenannten Tübbingen, die direkt vor Ort produziert werden - ausgekleidet.
Die Abgeordneten zeigten sich erfreut über den guten Verlauf der Arbeiten.
Jörg Rainer Müller (links), DB-Projektleiter für den NBS-Abschnitt Albaufstieg, bestätigte, dass die Bauarbeiten gut im Zeitplan seien.
Auf dem 15 km langen Baubaschnitt 2.2 erklimmt die Neubaustrecke die Schwäbische Alb. Während sich die Autobahn in zahlreichen Kurven bergauf windet, löst sich die Neubaustrecke von der Fernstraße und nimmt den direkten Weg durch den Berg. Der Großteil des Anstiegs wird dabei im 8,8 km langen Boßlertunnel bewältigt – dem längsten Tunnel der Strecke, erfahren die Abgeordneten.

Bei einem Besuch auf der Baustelle am Portal des Boßlertunnels am Fuße des Aichelbergs haben sich die VerkehrspolitikerInnen der grünen Landtagsfraktion zusammen mit Matthias Gastel, dem bahnpolitischen Sprecher der grünen Bundestagsfraktion, über den aktuellen Stand der Bauarbeiten für die Neubaustrecke Wendlingen – Ulm erkundigt.

Jörg Rainer Müller, DB-Projektleiter für den NBS-Abschnitt Albaufstieg, bestätigte, dass die Bauarbeiten gut im Zeitplan seien. Die erste Tunnelröhre des Boßlertunnels ist fertig gebohrt und mit Betonringen – den sogenannten "Tübbinge", die direkt vor Ort produziert werden - ausgekleidet. Und für die zweite Tunnelröhre wird die Tunnelvortriebsmaschine „Käthchen“ aktuell vorbereitet und aufgebaut.

Hermino Katzenstein, Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr der grünen Landtagsfraktion, zeigte sich beeindruckt von der Ingenieursleistung und froh über den guten Verlauf der Arbeiten: „Wir müssen die Kapazitäten und Reisezeitgewinne, die die Neubaustrecke bietet, als bald als möglich nutzen. Während noch nicht genau abzusehen ist, welche Verzögerungen sich bei Stuttgart 21 noch ergeben, sollte die Neubaustrecke von Wendlingen nach Ulm unmittelbar nach ihrer Fertigstellung in Betrieb gehen.“

Leistungsfähige Anbindung an die Neckar- und Filstalbahn notwendig

Es macht nach Ansicht der grünen VerkehrsexpertInnen keinen Sinn auf die Fertigstellung des Tiefbahnhofs in der Landeshauptstadt zu warten und über längere Zeit Züge nur zur Tunnelbelüftung fahren zu lassen, wie es beim Bahnanschluss des im Bau befindlichen neuen Berliner Flughafens BER notwendig ist.

„Da abzusehen ist, dass die Neubaustrecke rechtzeitig und vor Stuttgart 21 in Betrieb genommen werden kann, ist eine leistungsfähige Anbindung an die Neckar- und Filstalbahn umso wichtiger“, sagte Hermino Katzenstein. „Der Bund muss bei der Wendlinger Kurve dringend nachbessern, diesen geplanten Engpass beseitigen und sie unbedingt zwei- statt nur eingleisig ausbauen.“

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Die VerkehrspolitikerInnen der grünen Landtagsfraktion informierten sich zusammen mit dem Bundestagsabgeordneten Matthias Gastel.
Hermino Katzenstein rechts), Vorsitzender des Arbeitskreises, und MdB Matthias Gastel (links) zeigten sich beeindruckt von der Ingenieursleistung.
Für die zweite Tunnelröhre wird die Tunnelvortriebsmaschine „Käthchen“ aktuell vorbereitet und aufgebaut.
Die erste Tunnelröhre des Boßlertunnels ist fertig gebohrt und mit Betonringen – den sogenannten Tübbingen, die direkt vor Ort produziert werden - ausgekleidet.
Die Abgeordneten zeigten sich erfreut über den guten Verlauf der Arbeiten.
Jörg Rainer Müller (links), DB-Projektleiter für den NBS-Abschnitt Albaufstieg, bestätigte, dass die Bauarbeiten gut im Zeitplan seien.
Auf dem 15 km langen Baubaschnitt 2.2 erklimmt die Neubaustrecke die Schwäbische Alb. Während sich die Autobahn in zahlreichen Kurven bergauf windet, löst sich die Neubaustrecke von der Fernstraße und nimmt den direkten Weg durch den Berg. Der Großteil des Anstiegs wird dabei im 8,8 km langen Boßlertunnel bewältigt – dem längsten Tunnel der Strecke, erfahren die Abgeordneten.

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