Landtag Baden-Württemberg
17.01.2013

Wiedereinführung des Titels Diplom-Ingenieur vom Tisch

Foto: Helene Souza / pixelio.de
Qualität und Beliebtheit der deutschen Ingenieursausbildung sind auch nach der Umstellung auf Bachelor und Master unverändert hoch.

Forderungen nach dem Erhalt des akademischen Grades „Diplom-Ingenieur“ bleiben in der Behandlung des Landtagsausschusses für Wissenschaft, Forschung und Kunst rückhaltlos. Mit der Bologna-Reform wurden die einheitlichen Abschlüsse Bachelor und Master eingeführt, unter anderem mit dem Ziel, eine internationale Vergleichbarkeit der akademischen Abschlüsse zu erleichtern. Die CDU forcierte mit einem Antrag die Diskussion, diese Umstellung nun teils wieder rückgängig zu machen und den Abschlussgrad „Diplom-Ingenieur“ wieder ein zu führen. Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, grüner wissenschaftspolitischer Sprecher, meint, diese Initiative habe für unnötige Verwirrung gesorgt: „Unsere Ingenieurausbildung im Land ist aufgrund der hohen Qualität international sehr anerkannt. Die Umstellung auf Bachelor und Master hat nicht zu einer Einbuße an Qualität und Beliebtheit geführt. Die Wiederbelebung des alten Grades würde hingegen für Verwirrung und Verunsicherung bei Arbeitgebern, Hochschulen und Studierenden sorgen.“ Wie bisher schon, könnten aber entsprechende Hinweise zur Ausbildung im sogenannten Diploma-Supplement ausgeführt werden. Die Diskussion um die Wiedereinführung des Diplom-Ingenieurs in Baden-Württemberg sollte damit – auch zur Freude von Arbeitgeberverbänden und verschiedenen Hochschulen - erst einmal abgeschlossen sein.

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