Landtag Baden-Württemberg
23.10.2013

Besuch der grünen Landtagsfraktion in Ulm verbindet Kunst und Hochschule

Der Arbeitskreis Wissenschaft, Forschung und Kunst der Landtagsfraktion GRÜNE tagte am Montag und Dienstag dieser Woche in Ulm. Die Delegation unter Leitung des AK-Vorsitzenden Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr nutzte – in Begleitung des Ulmer Lokalmatadors Jürgen Filius – ihren Aufenthalt unter anderem dazu, den Neubau der Chirurgie der Uniklinik Ulm zu besuchen und sich über die praktischen Erfahrungen der Uniklinik mit dem „Bauherrenmodell“ zu informieren. Die Sprecherin der Fraktion GRÜNE für Hochschulmedizin, Petra Häffner, sah sich nach diesem Besuch darin bestätigt, dass eine Überarbeitung der Finanzierungsmodalitäten im Bereich der Universitätsmedizin insgesamt dringend notwendig ist.

Eine weitere Station war die Firma Scanplus. Hier interessierte den Arbeitskreis insbesondere das Engagement im Kultursponsoring, das diesen IT-Mittelständler auszeichnet. Die Delegation konnte sich beim Besuch der Ausstellung des Ulmer Künstlers Reiner Schlecker in der Galerie im Science Park von der hoher Qualität dieses Engagements überzeugen.  

Auf dem Oberen Kuhberg weckte das durchdachte gedenkstättenpädagogische Konzept des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg das Interesse des u.a. für die Gedenkstättenarbeit zuständigen kulturpolitischen Sprechers der Fraktion, Manfred Kern. „Hier ist uns allen erst so richtig bewusst geworden, wie wichtig eine dezentrale Erinnerungsarbeit ist.“, so Kern. Auch eine Führung durch das Gebäude der ehemaligen Hochschule für Gestaltung, durchgeführt vom Vorsitzenden der HFG-Stiftung und Ulmer Baubürgermeister Alexander Wetzig, stand auf dem Besuchsprogramm.

  • Prof. Dr. Klaus-Michael Debatin (Leitender Ärztlicher Direktor) und Albert Müller (stlv. Kaufmännischer Direktor) informieren die grünen Delegation über den Neubau der Chirurgie des Universitätsklinikums Ulm (v.l.n.r: Daniel Lede Abal, Dr. Kai Schmidt-Ei
  • Scanplus: Mittelständische IT-Wirtschaft und Kunst – passt das zusammen? Andreas Werther, Geschäftsführer der Scanplus GmbH (im Bild vorne Mitte), präsentierte den grünen Abgeordneten die aktuelle Ausstellung des Ulmer Künstlers Reiner Schlecker in seiner
  • Dr. Nicole Wenge (Dokumentationszentrum Oberer Kuhberg, rechts im Bild) stellt den Abgeordneten vor, wie Erinnerungsarbeit in dem direkt nach der Machtergreifung der NSDAP als KZ genutztem Festungsbau stattfindet.
  • Daniel Lede Abal, Manfred Kern, Jürgen Filius und Petra Häffner informieren sich über das Gedenkstättenkonzept des Dokumentationszentrums Oberer Kuhberg.
  • Der Ulmer Baubürgermeister Alexander Wetzig und Stiftungsratsvorsitzender der HFG-Stiftung erläutert, wie die denkmalgeschützten Räume der 1968 geschlossenen Ulmer Hochschule für Gestaltung zukünftig genutzt werden können (im Kreis von links nach rechts:

Gehört werden

Als Landtagsfraktion wollen wir, dass die Meinung der Bürgerinnen und Bürger in Baden-Württemberg von der Politik wahrgenommen wird. Eine "Politik des Gehörtwerdens" haben wir deshalb im Wahlkampf versprochen.

Selbst gehört werden