Landtag Baden-Württemberg

Andreas Schwarz: Rauchmelder retten Leben

Jährlich sterben rund 600 Menschen in Deutschland an Bränden, die Mehrheit davon in Privathaushalten. „Rauchmelder retten Leben“, sagt Andreas Schwarz, stellvertretender Fraktionsvorsitzender der Grünen im Landtag und Vorsitzender des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur. Rauch- bzw. Brandmelder stellen eine wirksame Präventionsmaßnahme dar, da sie Wohnungen permanent überwachen und ein Gefahrenzustand durch Feuer bzw. Rauch akustisch angezeigt wird. Durch das Warnsignal des Rauchmelders, werden schlafende Personen geweckt und so auf die Gefahr aufmerksam gemacht. In neun Bundesländern gibt es bereits eine Pflicht zum Einbau von Rauchmeldern. Die Grünen haben dazu eine entsprechende Initiative in den Landtag eingebracht, die jetzt vom Ministerium für Verkehr und Infrastruktur beantwortet wurde.
„Rauch- und Brandmelder leisten einen wirksamen Beitrag dazu, dass weniger Menschen an Rauchgasvergiftungen sterben. Ebenso können Gebäudeschäden eingedämmt werden. Daher ist der verpflichtende Einbau von Rauchmeldern in Privatwohngebäuden zur Brandprävention angezeigt“, so Andreas Schwarz. Schwarz sieht sich in dieser Auffassung jetzt durch die Stellungnahme der Landesregierung bestätigt. Derzeit besteht in neun Ländern {Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) eine Verpflichtung, in neuen Wohnungen Schlafräume, Kinderzimmer sowie Flure, über die Rettungswege von Aufenthaltsräumen führen, jeweils mit mindestens einem Rauchwarnmelder auszustatten.
Sechs dieser Länder (Bremen, Hamburg, Hessen, Mecklenburg-Vorpommern, Sachsen-Anhalt und Schleswig-Holstein) haben darüber hinaus auch eine Nachrüstungsverpflichtung für bestehende Wohnungen vorgesehen. Die Nachrüstfristen sind unterschiedlich geregelt und enden zwischen dem 31. Dezember 2009 und 31. Dezember 2015.
Drei dieser Länder (Bremen, Hessen und Schleswig-Holstein) legen zusätzlich fest, dass die Sicherstellung der Betriebsbereitschaft den unmittelbaren Besitzern obliegt, es sei denn, der Eigentümer übernimmt diese Verpflichtung selbst. Die Länder haben diese Anforderungen durchgängig in den jeweiligen Landesbauordnungen verankert. Zu erwarten ist durch den Einbau von Rauchmeldern, dass die Personen- und Sachschäden reduziert werden können, sofern die Rauchmelder von den Nutzerinnen und Nutzern ordnungsgemäß betrieben und unterhalten werden.