Landtag Baden-Württemberg

Gisela Splett: Auch an Bestandstrecken Maßnahmen umsetzen

Seit Jahren setzen sich die Grünen für die Wiedervernetzung von Lebensräumen und die Erstellung eines Generalwildwegeplans ein. „Wir sind immer wieder vertröstet worden“, betont die umweltpolitische Sprecherin der Grünen im Landtag Gisela Splett. Die Meldung, wonach die Landesregierung nun einen Generalwildwegeplan verabschiedet habe, sei deshalb sehr erfreulich. Allerdings müsse die Regierung diesen Plan nun auch der Öffentlichkeit und dem Landtag vorstellen. „Dann werden wir sehen, ob er unsere Erwartungen erfüllt“.
Jahrzehntelang habe man in Planungsverfahren nicht ausreichend berücksichtigt, dass Straßen unüberwindbare Wanderungshindernisse für Tiere bedeuten, weil sie die Lebensräume zerschneiden. Nur noch 7,6 % der Landesfläche gelten als unzerschnittene und verkehrsarme Räume. „Umso wichtiger ist es, dass diese Fehler bei Neuplanungen nicht wiederholt werden und die wichtigen Korridore sowie die noch unzerschnittenen Räume dauerhaft gesichert werden“, so Gisela Splett. „Zum anderen müssten aber auch vorhandene Hindernisse entschärft und an bestehenden Verkehrswegen Querungshilfen geschaffen werden.“
Die Grünen fordern hierzu ein Programm zur „Landschaftsentschneidung“ und verweisen dabei unter anderem auf das Vorgehen Österreichs, wo entsprechend einer fachlich begründeten Prioritätenliste über den Straßenbauetat Querungshilfen auch an Bestandsstrecken eingerichtet werden. Gisela Splett: „Es ist gut, wenn es nun einen Plan gibt, aber dem müssen auch Taten folge.“