Landtag Baden-Württemberg

Franz Untersteller: Atompolitik von Stefan Mappus stößt bei den Menschen im Land auf wenig Gegenliebe

Franz Untersteller, energiepolitischer Sprecher der Grünen im Landtag, forderte unterdessen Ministerpräsident Stefan Mappus auf, von seinen Plänen zur Laufzeitverlängerung endlich Abstand zu nehmen. Untersteller: „Dass sich Mappus mit den Interessen von Großkonzernen gemein macht, während er sonntags mittelstandsfreundliche Reden hält, stößt bei den Menschen im Lande offensichtlich auf wenig Gegenliebe. Mappus hat drei Viertel der Bevölkerung gegen sich und seine Atompolitik. Die Menschen im Land haben erkannt, dass die Laufzeitverlängerung nichts zum Klimaschutz beiträgt, nicht für billigeren Strom sorgt und auch keine Versorgungssicherheit gewährleistet. Stattdessen wird pausenlos Atommüll produziert, der noch in 100.000 Jahren strahlt – das ist den Leuten mehr als unheimlich.“ Untersteller erinnerte daran, dass die Stromkonzerne seinerzeit den Atomkonsens mit unterzeichnet hätten. Mit der Laufzeitverlängerung werde der Ausbau regenerativer Energien ausgebremst, und damit in Baden-Württemberg dem Mittelstand geschadet. „Regionale Energieversorger wie die Stadtwerke sind bereit, massiv in regenerative Energien und klimaschonende Technologien zu investieren. Dabei werden sie bei einer Laufzeitverlängerung der AKW durch die großen Energieversorger ausgebremst, und das hat spürbare Folgen für die Arbeitsplätze hier im Land.“