Landtag Baden-Württemberg
Pressemitteilung | 15.08.2012

Forschung für Nachhaltigkeit: Das Automobilland erfindet sich neu

Die erste umfassende Bestandsaufnahme der Nachhaltigkeitsforschung in Baden-Württemberg zeigt, dass die Hochschulen und Universitäten in Baden-Württemberg wichtige Impulse für eine zukunftsfähige Entwicklung leisten.

Aber es gibt auch noch Handlungsbedarf, um die Aktivitäten systematisch zusammenzuführen und in den Alltag der Hochschulen einzubinden, wie die Antwort des Ministeriums für Wissenschaft Forschung und Kunst auf einen Berichtsantrag der Fraktion Grüne auch zeigt.

An den Hochschulen entstehen Innovationen, die für den Übergang in eine umweltverträgliche Gesellschaft notwendig sind. Exemplarisch wird das dafür notwendige Zusammenspiel aus Wissenschaft und Wirtschaft am Bereich der Elektromobilität sichtbar.

"In Baden-Württemberg wurde das Automobil erfunden. Auch heute ist die Automobilindustrie unser zentraler Wertschöpfungsmotor. Damit das so bleibt, müssen Wissenschaft und Wirtschaft an einem Strang ziehen und diese Industrie fit für eine klimaneutrale Zukunft machen", sagt Dr. Kai Schmidt-Eisenlohr, der forschungs- und innovationspolitische Sprecher der Fraktion Grüne.

"Die Förderung von Forschung und Transfer, etwa mit der Landesinitiative Elektromobilität, zahlt sich aus. Hochschulen und Forschungsinstitute nehmen die Herausforderung ebenso an wie die baden-württembergische Wirtschaft. Das Land ist damit gut aufgestellt. Das wird im Gewinn des Spitzencluster-Wettbewerbs des BMBF ebenso deutlich wie beim seit April 2012 von Bund und Land mit 153 Mio. Euro geförderten 'LivingLab BWe mobil'", sagt der Vorsitzende des Arbeitskreises für Wissenschaft, Forschung und Kunst.

Andreas Schwarz, stellvertretender Fraktionsvorstand und Sprecher des Arbeitskreises Verkehr und Infrastruktur, ergänzt: "Wir müssen die Elektromobilität stärker mit anderen umweltorientierten Verkehrsträger vernetzen, um klimafreundliche Mobilität zu fördern. Die S-Bahn, die wir in vielen Landesteilen ausbauen wollen, fährt schließlich schon elektromobil." Als Beispiel nannte Schwarz die vom Verkehrsministerium geförderte nachhaltig mobile Region, bei der E-Bikes mit S-Bahn-Stationen verknüpft werden.

Berichtsantrag und Antwort des Ministeriums zu Forschung und Wissenschaft für Nachhaltigkeit in Baden-Württemberg (Drucksache 15/1827).

Elektromobilität erfahren 

Was die Forschung bei der Elektromobilität schon ermöglicht hat, will Kai Schmidt-Eisenlohr am 27. und 28. August 2012 mit dem Elektroauto bei einer Tour durch Baden-Württemberg sprichwörtlich erfahren. Stationen der Nachhaltigkeitsforschung sind das KIT in Karlsruhe, die Landesagentur e-mobil BW in Stuttgart, die Universität Stuttgart und die Hochschule Esslingen an den Standorten Esslingen und Göppingen. Der Arbeitskreis Verkehr macht ebenfalls eine zweitägige Tour mit einem Elektroauto durch Baden-Württemberg und am 21. und 23. August unter anderem an der Hochschule in Heilbronn Station, wo es ein Fachgespräch zu Elektromobilität im ländlichen Raum gibt.

Foto "Elektroauto": Kurt F. Domnik / Pixelio.de

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