Landtag Baden-Württemberg
Pressemitteilung | 15.06.2012

Baden-Württemberg bleibt Land der Spitzenforschung

Die Ergebnisse der Endrunde der Exzellenzinitiative II wurden am Freitag, 15. Juni 2012, vorgestellt. Baden-Württemberg erreicht hier wiederum eine herausgehobene Position.

Kai Schmidt-Eisenlohr, wissenschaftspolitischer Sprecher der Fraktion GRÜNE, freut sich mit den baden-württembergischen Universitäten, Forscherinnen und Forschern über diesen Erfolg: "Die Exzellenzinitiative ist die Bundesliga in der deutschen Wissenschaftslandschaft. Baden-Württemberg ist und bleibt ein besonders forschungsstarkes Land, das in dieser Liga problemlos mitspielen kann. Insgesamt ist das Abschneiden des Landes ein toller Erfolg!"

Besonders betonte Schmidt-Eisenlohr dabei die Tatsache, dass die Vergabe in der Exzellenzinitiative nach wissenschaftlichen Kriterien geschehen ist. "Hier zählt die Forschungsstärke, nicht der politische Kuhhandel. Das ist ein Qualitätsmerkmal der Exzellenzinitiative! Dass es dementsprechend bei der Exzellenzinitiative sein kann, dass eine Universität aufsteigt und eine andere absteigt, ist schmerzhaft, gehört aber zu den Regeln des Spiels", so Schmidt-Eisenlohr weiter.

Mit einem Neuzugang in der Bundesliga – der Universität Tübingen – und zwei "Absteigern" – die Universität Freiburg und das KIT – stehe Baden-Württemberg weiterhin als Forschungsland ganz an der Spitze. Schmidt-Eisenlohr gratulierte der Universität Tübingen: "Ein hervorragender Erfolg im zweiten Anlauf!" Auch den Universitäten Heidelberg und Konstanz gratulierte Schmidt-Eisenlohr zu Weiterführung des Exzellenztitels.

Dass der Universität Freiburg und dem KIT der Erfolg in der dritten Förderlinie nicht noch einmal gelungen ist, nannte Schmidt-Eisenlohr bedauerlich. Er verwies auf die positiven Auswirkungen, die die Exzellenzinitiative an diesen Hochschulen schon jetzt gezeigt hat. Schmidt-Eisenlohr bekräftigte, dass er das Konzept des KIT als Fusion aus Universität und Großforschungseinrichtung weiterhin für höchst innovativ und zukunftsfähig hält. "Einen Rückzug aus diesem Modell wird es mit uns nicht geben", stellte der Wissenschaftspolitiker klar.

Nach dem Willen der Bundesregierung soll die Exzellenzinitiative über das Jahr 2017 hinaus nicht fortgesetzt werden. Hier sieht Schmidt-Eisenlohr deutlichen Diskussionsbedarf.

"Die dynamischen Impulse in die Hochschullandschaft insgesamt konnte die Exzellenzinitiative nur erzielen, weil es Aufsteiger und Absteiger geben konnte. Jetzt aus den erfolgreichen Universitäten eine Handvoll Bundesuniversitäten herauszupicken, halte ich für falsch. Darüber, wie die Forschungsförderung zwischen Bund und Ländern in Zukunft aussehen wird, brauchen wir dringend Gespräche. Ebenso muss geklärt werden, was nach 2017 mit den jetzt angestoßenen Clustern, Graduiertenschulen und Zukunftskonzepten passieren wird."

Pressekontakt

Thomas Hornung
Leiter Presse- und Öffentlichkeitsarbeit
Telefon +49 (0)711 2063679

Caroline Blarr

stv. Pressesprecherin
Telefon +49 (0)711 20636134