Landtag Baden-Württemberg
Pressemitteilung | 03.04.2012

Studie: Bei der Energiewende ist Baden-Württemberg Spitze

Baden-Württemberg ist beim Ausbau der Erneuerbaren Energien bundesweit führend. Das hat eine Potenzialstudie des Bremer Marktforschungsinstituts trend:research ergeben. Von den 16 Bundesländern schnitt das Land mit insgesamt 58 von 100 Punkten knapp vor Mecklenburg-Vorpommern (57 Punkte) und Bayern (55 Punkte) am besten ab. "Das Ergebnis zeigt, dass die grün-rote Regierung mit ihrem Maßnahmenplan zur verstärkten Energieeinsparung sowie dem Zubau der Wind-und Solarkraft auf dem richtigen Weg ist", sagte Daniel Renkonen, Sprecher des Umwelt-und Energiearbeitskreises der grünen Landtagsfraktion. Wer jetzt mehr in Erneuerbare Energien investiere, trage dazu bei, dass die Wertschöpfung im Land gesteigert werde. Die Investitionsbereitschaft in die Erneuerbaren sei noch nie so groß gewesen.

Das Magazin Wirtschaftswoche hatte jüngst aus der Studie von trend:research zitiert, die für ihren Vergleichscheck insgesamt elf Indikatoren von der Entwicklung der CO2-Emissionen  und dem Alter des fossilen Kraftwerkparks über den effizienten Einsatz der Energie und den Fortschritt beim Stromnetzausbau bis zum Zubau bei Photovoltaik,Windkraft und Biomasse herangezogen hatte. Danach erreiche Baden-Württemberg vor allem bei der Gebäudedämmung und der Energieeffizienz bundesweit absolute Spitzenwerte. Hierzu hätten die zahlreichen ökologischen Mustersiedlungen wie in Freiburg, die Bioenergiedörfer sowie die vielen Energiegenossenschaften beigetragen.

Als besonders vorbildlich wurden die Aktivitäten der Elektrizitätswerke Schönau beurteilt.

Einen großen Anteil am guten Länderranking haben auch die vielen Unternehmen im Land. Sie hätten ihre Produktionsprozesse bereits besser optimiert als die Firmen in anderen Bundesländern. Die Firmen in Baden-Württemberg verbessern ihre Energieeffizienz inzwischen um vier Prozent jedes Jahr, Firmen in den anderen Bundesländern schaffen pro Jahr dagegen nur eine Effizienzsteigerung von einem Prozent.

"Das belegt eindrucksvoll, dass optimierte Produktionsabläufe und ein sparsamerer Umgang mit Energie inzwischen auch zu einem Standortfaktor geworden sind", so Renkonen. Allerdings sei nicht alles Gold, was glänze. Denn das Länderranking hat ebenfalls gezeigt, wo Baden-Württemberg noch gewaltig zulegen müsse. Das betrifft allen voran den Ausbau neuer Stromerzeugungskapazitäten wie Photovoltaikanlagen. Hier könne Baden-Württemberg nach Ansicht der Gutachter sein großes Sonnenpotenzial noch besser ausschöpfen als bisher. Das Ausbautempo beim Bau moderner Gas- und Dampfkraftwerke als Ersatz von Ökostrom bei Windflauten und fehlender Sonnenkraft ist verbesserungsbedürftig. So planen die Länder Bayern (3380 Megawatt) und Nordrhein-Westfalen (3000 Megawatt) eine deutlich größere Kraftwerksleistung als Baden-Württemberg mit 800 Megawatt.

Info:

http://www.trendresearch.de/studien/15-01136.pdf

Foto "Solardach": Wilhelmine Wulf / pixelio.de

 

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